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Deutschland / Weltweit Zuckerberg behält die Kontrolle über Facebook
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Zuckerberg behält die Kontrolle über Facebook
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18:39 21.06.2016
Die Hauptversammlug hat die neue Aktienstruktur beschlossen: Dadurch wird sichergestellt, dass Mark Zuckerberg auch in Zukunft das Sagen bei Facebook behält. Quelle: dpa
Menlo Park

Um Zuckerbergs Kontrolle über das größte soziale Netzwerk der Welt zu sichern, wurden Aktien ohne Stimmrechte für die Investoren eingeführt. Bei der Aktionärsversammlung in der Nacht zum Dienstag wurde die neue Aktienstruktur beschlossen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der 32-Jährige das Sagen bei dem von ihm gegründeten Unternehmen behält, auch wenn sein Anteil in den kommenden Jahren sinkt.

Ende des vergangenen Jahres hatten Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan angekündigt, schrittweise 99 Prozent seiner Facebook-Aktienanteile für wohltätige Zwecke spenden zu wollen. Anlass war die Geburt seiner Tochter Max im Dezember 2015.

Nur vereinzelte Kritik an der neuen Struktur

Die Entscheidung war ab der Vorstellung des Vorschlags im April eine klare Sache: Zuckerberg kontrolliert die Mehrheit der Stimmrechte. Bei der Aktionärsversammlung gab es nur minimale Kritik an diesem Schritt, wie der Finanzdienst Bloomberg berichtete.

Die Vertreterin einer Investmentfirma, die Facebook-Aktien im Wert von rund 5,5 Millionen Dollar halte, habe kritisiert, dass außenstehende Aktionäre weiterhin keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Unternehmens haben würden.

Peter Thiel behält seinen Posten

Der Verwaltungsrat von Facebook wurde wiedergewählt. Damit behält auch der umstrittene Milliardär Peter Thiel seinen Posten, der zuletzt wegen seines juristischen Kampfs gegen das Klatschblog "Gawker" in die Schlagzeilen geraten war. Thiel hatte heimlich die Klage des Promi-Wrestlers Hulk Hogan gegen "Gawker" finanziert.

Geschworene sprachen Hogan wegen der Veröffentlichung eines Sex-Videos 140 Millionen Dollar zu. Das ganze Blog-Netzwerk hinter "Gawker" suchte zuletzt Schutz in einem Insolvenzverfahren und soll verkauft werden. Thiels Vorgehen hatte in den USA eine Diskussion über die Macht von Milliardären über die Medien ausgelöst.

dpa/RND

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