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Deutschland / Weltweit Wer ist der Billigste im Land?
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07:54 08.12.2014
 Eine Frau trägt jeweils eine Plastiktüte der Lebensmittel-Discounter „Lidl“ und „Aldi“. Aldi greift immer öfter zum Rotstift. Lidl attackiert Spielwaren-Fachgeschäfte und Weinhändler. Quelle: Oliver Berg
Berlin

Deutschlands Discounter zeigen sich angriffslustig wie lange nicht. Marktführer Aldi schockte in den vergangenen Monaten die Wettbewerber teilweise im Wochentakt mit Preissenkungen. Zuletzt am Sonnabend, als der Discounter den Konsumenten den Nikolaustag mit kräftigen Nachlässen für Wurst, Schinken und Schweinebraten sowie Käse und Thunfischfilets versuchte, schmackhaft zu machen. Konkurrent Lidl griff unter anderem den Weinhandel und den Spielwaren-Fachhandel mit großen Marketingaktionen an. Das Fachblatt „Lebensmittel Zeitung“ spricht bereits von einem „Wettrüsten von Aldi und Lidl“. Ein Ende ist - zur Freude der Verbraucher - nicht in Sicht.

Egal ob Fruchtsäfte, Milchprodukte oder Wurstwaren: Es gibt kaum ein Produkt bei dem Aldi in diesem Jahr nicht den Rotstift angesetzt hat. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ unter Berufung auf den Wirtschaftsinformationsdienst Preiszeiger berichtete, verbilligte der Discounter in den ersten zehn Monaten dieses Jahre mehr als ein Viertel seines Sortiments. Zwar gab es auch Preiserhöhungen, doch war deren Zahl deutlich niedriger.

Letztlich müsse sich Aldi seinen guten Ruf immer wieder durch neue Preissenkungen erkaufen, erklärt Handelsexperte Matthias Queck vom Marktinformationsdienst Planet Retail die Strategie des Marktführers. Der Verfall der Rohstoffpreise gebe dem Discounter dafür den nötigen Spielraum.

Lidl setzte dagegen mehr auf Profilierung durch Aktionen. Im aktuellen Weihnachtsgeschäft etwa steigt der Discounter im großen Stil ins Spielwarengeschäft ein und bietet in einem eigenen 36-seitigen Prospekt Spielzeugklassiker wie Carrera-Autorennbahnen, Barbie-Puppen und Lego-Sets. Dass der Discounter mehr als nur billig kann, bewies er bei einer großen Weinaktion im Herbst, die auch auf wohlhabendere Kunden zielte. Etliche edle rote Bordeaux-Weine zu Preisen zwischen 30 und 90 Euro je Flasche waren im Angebot.

Auffallend sei, dass der Aldi-Rivale die Aktionen gezielt nutze, um sein Online-Standbein zu stärken, sagt Wolfgang Adlwarth, Handelsexperte bei der Gesellschaft für Konsumforschung. Gewinner der Preisschlacht sei der Verbraucher. Und der kann nach seiner Einschätzung auch im nächsten Jahr mit angenehmen Überraschungen rechnen.

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