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Profitieren deutsche Autokonzerne von Kinderarbeit?

Deutsche Autokonzerne Profitieren deutsche Autokonzerne von Kinderarbeit?

Amnesty International wirft den Unternehmen vor, nicht genug gegen die Ausbeutung von Kindern als Arbeitskräfte im Kongo zu tun. Neben Volkswagen, Daimler und BMW gelten die Vorwürfe auch Technikfirmen wie Apple, Sony und Samsung.

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Kinderarbeit ist im Kongo ein weit verbreitetes Problem. Bereits mit sieben Jahren arbeiten sie in den Kobaltminen.

Quelle: dpa

Berlin. Die Organisation Amnesty International wirft deutschen Autoherstellern vor, ihrer Sorgfaltspflicht beim Schutz von Menschenrechten in der Demokratischen Republik Kongo nicht ausreichend nachzukommen. Genauer geht es um Kinder ab sieben Jahren, die beim Kleinbergbau des Materials Kobalt ihr Leben riskieren. Das Material wird vor allem für die Herstellung von Akkus verwendet, die für die Produktion von Autos benötigt werden. Daher sieht Amnesty aber auch Smartphonehersteller wie Apple, Samsung und Sony in der Verantwortung. Der Bericht „Time to recharge“ wirft den Unternehmen mangelnde Transparenz und eine fehlende Kontrolle der Produktionswege vor.

Die Konzerne geloben bereits Besserung

Die größten Mängel sieht Amnesty bei Volkswagen und Daimler. Hier sei die Transparenz bezüglich der Produktionsketten und Kobalt-Minen am geringsten. Bei BMW haben sich die angesprochenen Mängel am meisten verbessert. Trotzdem sieht die Organisation noch Verbesserungsbedarf. BMW erklärte, dass sie bereits sehr strenge Standards anlege und kein Kobalt aus Minen zu beziehen, in denen Kinder arbeiten würden. „Kinderarbeit geht gar nicht“, sagte ein Sprecher des Autobauers. Auch VW und Daimler antworteten, dass sie die Versorgungswege so gut wie möglich kontrollieren ließen. Vergangenes Jahr hatte Amnesty das erste Mal auf die fehlende Transparenz aufmerksam gemacht.

Smartphones und E-Autos werden mit Kobalt hergestellt

Kobalt ist zurzeit ein sehr gefragter Rohstoff. Von der Akku-Produktion für Smartphones abgesehen, ist er extrem wichtig für die Herstellung von Elektroautos. Dieser Markt soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfs an Kobalt kommt, laut Amnesty International, aus dem Kongo. Das Land hat neben der Kinderarbeit noch weitere Probleme mit Menschenrechtsverletzungen und Gewalt.

Von hee/RND/epd

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