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Deutschland / Weltweit US-Aufpasser stellt zwei Verstöße bei Volkswagen fest
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit US-Aufpasser stellt zwei Verstöße bei Volkswagen fest
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11:43 27.08.2018
Der von den US-Behörden bei Volkswagen eingesetzte Aufseher Larry Thompson legt während einer Pressekonferenz im Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg seinen ersten Zwischenbericht nach dem Abgas-Skandal vor. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Wolfsburg

Der von den US-Behörden bei Volkswagen eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat in seinem ersten Zwischenbericht zwei Verstöße gegen die Auflagen festgestellt. Volkswagen selbst habe diese Verstöße gemeldet, sagte Thompson am Montag in Wolfsburg.

Nach Angaben von Hiltrud Werner, Volkswagen Vorstand für Integrität und Recht, wurde eine Liste von fünf Fragen im Zusammenhang mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung „aus Versehen“ nicht in die Manager-Handbücher aufgenommen. Zudem sei übersehen worden, zehn Tage vor Beginn von Emissionstests für das Modelljahr 2017 die Umweltbehörde CARB schriftlich zu informieren.

Thompson kritisierte fehlende personelle Folgen der Abgasaffäre bei VW

Thompson erklärte, es sei verfrüht, zu sagen, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen gekommen sei. Nach Angaben von Werner soll das im April beschlossene Programm „Together4Integrity“ bis 2020 auf die anderen Marken des VW-Konzerns ausgerollt werden. Bis 2025 sollen alle Tochtergesellschaften und rund 650.000 Mitarbeiter erreicht werden.

US-Aufseher Larry Thompson und VW-Vorstand Hiltrud Werner. Quelle: Holger Hollemann/dpa

Kürzlich hatte Thompson fehlende personelle Folgen nach dem millionenfachen Betrug mit manipulierter Abgasreinigung von Dieselmotoren kritisiert. Allerdings kündigte VW inzwischen an, sich von Mitarbeitern trennen zu wollen, die in die Abgas-Affäre verwickelt waren. Nach dem Schuldeingeständnis des Konzerns in den USA soll Thompson sicherstellen, dass sich ein solches kriminelles Verhalten nicht wiederholt. Seine Bestellung ist Teil des Milliardenvergleichs zwischen VW und dem US-Justizministerium.

Von RND/dpa