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Deutschland / Weltweit Übernimmt Amazon die Real-Supermärkte?
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Übernimmt Amazon die Real-Supermärkte?
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21:51 14.09.2018
Der „Amazon Go“-Store in Seattle in den USA. Quelle: Uncredited/Amazon/AP/dpa
Düsseldorf

Der Metro-Konzern will die Supermarkt-Kette Real verkaufen und Gerüchten zufolge könnte ein milliardenschwerer Bieter aus den USA ins Rennen einsteigen: Amazon könnte an dem Lebensmitteleinzelhändler interessiert sein, sagten Analysten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

„Der deutsche E-Commerce-Bereich bei Lebensmitteln ist sehr unterentwickelt und Deutschland ist ein sehr wichtiges Land für Amazon“, zitiert Reuters den Bernstein-Analysten Bruno Monteyne – der sieht einen möglichen Kaufpreis von einer Milliarde Euro für die Real-Märkte als keine Hürde für den Internet-Giganten. Ein Amazon-Sprecher lehnte gegenüber Reuters eine Stellungnahme ab.

In den USA betreibt Amazon schon Supermärkte ohne Kasse

Erst im vergangenen Jahr hatte Amazon in den USA für 13,7 Milliarden US-Dollar die Bio-Kette Whole Foods übernommen. Nur Monate später eröffnete der Online-Versandhändler in Seattle seinen ersten Supermarkt ohne Kasse. Die Vision hinter „Amazon Go“ ist, dass Käufer die Waren direkt in ihre Einkaufstaschen legen – und am Ende das Geschäft einfach verlassen können. Der Betrag wird dann vom Amazon-Konto des Nutzers abgebucht.

Nutzt Amazon jetzt die Chance zum Einstieg auch auf dem deutschen Markt? Mit der Supermarktkette Real („Einmal hin – alles drin“) stellt der Düsseldorfer Metro-Konzern einen mit Whole Foods vergleichbaren Einkaufsriesen zum Verkauf. Gesucht wird ein Konzept für 282 große Märkte mit mehr als 30.000 Beschäftigten. Klar ist: Metro will Real nur im Komplettpaket abgeben, was aufgrund der Wettbewerbsvorgaben aber schwierig werden dürfte. Deutsche Konkurrenten könnten es lediglich auf einzelne Märkte und Filialen absehen.

„Wir wissen, es gibt Interessenten“

Voraussichtlich bis zum kommenden Frühjahr soll die Real-Kette einen neuen Eigentümer finden, sagte Metro-Chef Olaf Koch am Freitag. Der Prozess stehe jedoch ganz am Anfang. „Wir wissen, es gibt Interessenten“, sagte Koch. Zum Verkauf stehe ein „profitables Unternehmen mit über sieben Milliarden Euro Umsatz“. Als Zugabe wartet auf den Käufer ein lukratives Paket von 65 Immobilien.

Mit einem Kauf der Real-Kette durch Amazon würde durchaus etwas Ironie mitschwingen – schließlich war es der US-Versandriese, der Real zuletzt zu schaffen gemacht hatte, zitiert „Business Insider“ den Ökonom Christian Rusche vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Durch Amazon seien Kunden seltener zu Real gegangen.

Von seb/RND

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