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Niedersachsen Dax schlägt niedersächsische Aktien
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Dax schlägt niedersächsische Aktien
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00:15 03.01.2017
Von Albrecht Scheuermann
Zum Jahresabschluss hatten die Börsianer in Frankfurt doch noch Grund genug, um sich ein Glas Sekt zu gönnen. Quelle: Boris Roessler/dpa
Hannover

Das Niedersachsen-Barometer beendete das Jahr mit einem Punktestand von 4931 - und damit um 2,5 Prozent niedriger als das Jahr 2015. Dagegen kletterte der Dax in der gleichen Zeit um fast 7 Prozent auf 11 481 Punkte. Spitzenreiter im Dax war dabei die Adidas-Aktie mit einem Kursplus von 67 Prozent.

Schuld am Rückstand des Nisax war keinesfalls die Aktie des skandalgeplagten VW-Konzerns, wie Hannovers Börsenpräsident Hinrich Holm am Freitag hervorhob. Während sich Niedersachsens Topwert per saldo kaum veränderte, gab es im negativen Bereich der Tabelle mit Continental und Symrise einige Verlierer, die zuvor eher in der Spitzengruppe rangiert hatten.

Insgesamt präsentierte sich das zurückliegende Börsenjahr etwas schlechter als von etlichen Auguren vorhergesagt. So hatten die Experten der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) einen Dax-Anstieg auf 11 800 Punkte für möglich gehalten. Nach Ansicht von Holm waren es vor allem politische Unsicherheiten, die in Europa auf den Aktienkursen lasten, während die Wirtschaftslage in Deutschland wenig zu wünschen übrig lasse.

In Europa bleibt das Geld billig

Begonnen hatte das Jahr 2016 an den Weltbörsen mit einer rasanten Talfahrt - ausgelöst durch Ängste über Chinas Wirtschaft. Dann kam das Brexit-Votum, gefolgt von der Präsidentenwahl in den USA und dem Reformreferendum in Italien. Allerdings hat sich gezeigt, dass politische Ereignisse an der Börse nicht die befürchteten Effekte hatten. Dagegen machten Spekulationen über eine mögliche Kursänderung der Europäischen Zentralbank den Märkten zu schaffen, bis EZB-Präsident Mario Draghi vor einigen Wochen klarstellte, dass die Ära der extrem billigen und reichlichen Geldversorgung noch lange nicht vorbei ist.

Auch im kommenden Jahr dürften sich an der Kombination von günstigen Wirtschaftsdaten und politischen Unsicherheiten angesichts vieler Wahlen nichts ändern, sodass die Nord/LB dem Dax mit einem Jahresendstand von 11 500 Punkten kaum ein Plus zutraut. Dennoch blieben Aktien für Geldanleger die erste Wahl, da mit Zinsanlagen weiterhin kaum Geld zu verdienen ist. „Wir müssen uns mit Aktien beschäftigen, wenn wir Rendite sehen wollen“, sagte Holm. Die hannoversche Börse hat ein „sehr erfolgreiches Jahr“ hinter sich. Sie ist mit der Hamburger Börse verbunden - zusammen steigerten beide Handelsplätze ihren Umsatz um 25 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Dies ist vor allem auf den Handel mit Staats- und Unternehmensanleihen zurückzuführen.

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