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Niedersachsen 6,5 Milliarden für Abgas-Skandal reichen nicht aus
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen 6,5 Milliarden für Abgas-Skandal reichen nicht aus
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11:48 29.09.2015
Quelle: dpa
Wolfsburg

Die aktuell veranschlagten 6,5 Milliarden Euro sind laut Fachblatt "Automobilwoche" vor allem für technologische Lösungen und Service-Leistungen vorgesehen. Möglicher Schadenersatz, Anwaltshonorare und andere Kosten kämen dabei noch obendrauf.

Der neue VW-Konzernchef Matthias Müller hatte bei der Veranstaltung am Montagabend "schonungslose und konsequente Aufklärung" versprochen. Laut Mitteilung erklärte er den Führungskräften, VW stehe vor der "größten Bewährungsprobe" der Unternehmensgeschichte.

Der Konzern hatte mit einer Software Abgaswerte von Diesel-Autos in den USA manipuliert. Weltweit sind 11 Millionen Autos betroffen - 2,8 Millionen in Deutschland. Laut Müller ist die Software nur in einem Teil der Wagen aktiviert. "Wir rechnen deshalb damit, dass die Zahl der tatsächlich betroffenen Fahrzeuge letztlich geringer sein wird." VW werde in den nächsten Tagen betroffene Kunden darüber informieren, dass das Abgasverhalten ihres Fahrzeugs in Kürze nachgebessert werden müsse. Am Mittwochnachmittag steht nach dpa-Informationen erneut ein Krisentreffen des Aufsichtsrats-Präsidiums an. Ihm soll nach internen Ermittlungen ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden.

dpa

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ein Ermittlungsverfahren gegen den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn eingeleitet. Bei der Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen waren Anzeigen gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden eingegangen.

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Verantwortliche bei Volkswagen haben nach schon vor Jahren Kenntnis vom Einsatz rechtswidriger Software bei Abgasuntersuchungen gehabt. Bereits 2011 soll ein Mitarbeiter den Konzern darauf hingewiesen, dass ein Rechtsverstoß vorliege. 

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