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08:01 18.12.2014
Von Jens Heitmann
Sinkender Überschuss im Vergleich zum Vorjahr: Trotzdem will die AOK an ihren Zusatzleistungen festhalten. Quelle: Harald Tittel
Hannover

Obwohl die Krankenkasse für 2015 mit deutlich höheren Ausgaben rechnet, habe man sich zu dem Schritt entschlossen, sagte Vorstandschef Jürgen Peter am Mittwoch in Hannover. Die Versicherten müssten auch nicht befürchten, dass die Beiträge schon bald wieder steigen: „Wir betreiben keine Fahrstuhlpolitik.“ Mit einem Marktanteil von 35 Prozent ist die AOK mit Abstand die größte Kasse in Niedersachsen. Mit ihrem Beitragssatz zählt die AOK künftig zu den günstigeren Anbietern.

Der Gesetzgeber hat die Spielregeln für den Wettbewerb wieder geändert: Bisher gilt ein einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent, der zu ungleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert wird: Die Firmen überweisen 7,3 Prozent an die Kassen, ihre Mitarbeiter hingegen 8,2 Prozent. Für die Zeit vom nächsten Jahr an wurde ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 Prozent festgesetzt. Benötigen die Kassen mehr Geld, müssen sie einen Zusatzbeitrag einfordern - diesen zahlen die Mitglieder allein. Bei der AOK beträgt der Zusatzbeitrag 0,8 Prozent. Unter dem Strich werden die Mitglieder im Vergleich zu heute also etwas entlastet.

AOK hält an ihren Zusatzleistungen fest

Die Kasse hält an ihren Zusatzleistungen fest, die sie zuletzt erweitert hat. Für professionelle Zahnreinigung, Reiseschutzimpfungen, alternative Behandlungsmethoden und Vorsorgeuntersuchungen könne eine vierköpfige Familie bis zu 1000 Euro im Jahr erhalten, sagte Peter.

Im Unterschied zu den Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen werden die AOKen das laufende Jahr mit schwarzen Zahlen beenden - Peter rechnet für seine Kasse mit einem Plus von 66 Millionen Euro. Für 2013 hatte die Kasse noch einen Überschuss von 240 Millionen Euro ausgewiesen. Verantwortlich für den Rückgang seien die steigenden Ausgaben, die deutlich stärker anzögen als die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, sagte Peter.

Kasse entlastet auch Arbeitgeber

Der größte Kostentreiber waren in diesem Jahr die Arzneimittel mit einem Anstieg von 10,9 Prozent. Allein das neue Hepatitis-C-Mittel Sovaldi belaste die AOK mit 30 Millionen Euro, sagte AOK-Vizechef Jan Seeger. Für die Behandlungen im Krankenhaus musste die Kasse 4,4 Prozent mehr ausgeben, im ambulanten Bereich waren es 3,3 Prozent.

Neben den Mitgliedern entlastet die Kasse auch die Arbeitgeber. Für kleine und mittelständische Betriebe sinken die sogenannten Umlagesätze im Ausgleichsverfahren für kranke Mitarbeiter zum Jahreswechsel um 0,4 Prozentpunkte. Für Firmen mit bis zu 30 Beschäftigten mache dies insgesamt 24 Millionen Euro aus, sagte Peter. Über das Ausgleichsverfahren werden kleineren Arbeitgebern bei der Entgeltfortzahlung zwischen 55 und 75 Prozent der Gehälter erstattet, um das betriebswirtschaftliche Risiko zu minimieren.

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