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Niedersachsen Ausweisung von Bauland nimmt zu
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Ausweisung von Bauland nimmt zu
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19:00 24.12.2014
Niedrige Zinsen beschleunigen den Wohnungsbau und damit die Ausweisung von Bauland in Niedersachsen. Quelle: dpa
Hannover

Niedrige Zinsen beschleunigen den Wohnungsbau und damit die Ausweisung von Bauland in Niedersachsen. "Die seit Beginn des Jahrhunderts kontinuierliche Verringerung des neu ausgewiesenen Wohnbaulands ist gestoppt", heißt es in einer Studie der niedersächsischen Förderbank NBank, die dazu 98 Prozent der 416 Städte und Gemeinden des Landes befragte. Demnach wurden 2012 und 2013 in Niedersachsen etwa 1750 Hektar Bauland in Anspruch genommen. Regionale Schwerpunkte liegen vor allem in der Region Hannover, im Westen des Landes sowie im Landkreis Harburg.

"Wir sehen eine weitere Zunahme bei der Neuausweisung von Bauland, beobachten dabei aber einen durchaus besorgniserregenden Trend", sagte NBank-Chef Michael Kiesewetter der Deutschen Presse-Agentur. Eine steigende Baulandausweisung mache Sinn in Ballungsgebieten, aber nicht in eh schon überversorgten Gebieten. Dort würde noch immer viel zu oft Bauland am Siedlungsrand und im Außenbereich ausgewiesen. "Da braucht es mehr Einsicht, dass die Ausweisung von Bauland auch durchaus negative Konsequenzen haben kann in schrumpfenden Regionen", kritisierte der Vorstandsvorsitzende mit Blick auf strukturschwächere Regionen mit Wohnraum-Überangeboten, Preisverfall und Leerständen.

Für den Zeitraum 2014/2015 sagt die NBank eine Neuausweisung von Bauland in Niedersachsen vorher, die um rund 70 Prozent über dem aktuellen Niveau liegen dürfte. Die hohe Steigerungsrate sei vor allem auf Planungen in der Region Hannover, im Raum Braunschweig/Gifhorn und im Umland von Hamburg zurückzuführen.

Die Zahlen der alle zwei Jahre durchgeführten Umfrage deuteten darauf hin, dass der demografische Wandel nun in Niedersachsen angekommen sei. Wachsende Zentren und schrumpfende ländliche Regionen driften auseinander. Städte seien Bevölkerungsmagneten, dort ist der Baugrund knapp und teuer. Dagegen könnten bei einer künftig rückläufigen Bevölkerungsentwicklung unattraktive ländliche Regionen zunehmend abgehängt werden. In Südniedersachsen, dem Nordosten und dem Unterweserraum wurden nach der Umfrage nur wenige Flächen bebaut.

Kiesewetter wies zugleich auf einen weiteren Trend hin: "Der soziale Wohnraum ist nun wieder en vogue." Das gelte gerade für die städtischen Ballungsgebiete: "Dort ist die Nachfrage nach öffentlicher Förderung für den sozialen Wohnungsbau stark gestiegen."

Die landeseigene NBank unterstützt die Förderkonzepte der Politik. Dabei ist das Kreditinstitut auch eine Schnittstelle für Geldtöpfe der EU und des Bundes einerseits und Land und Kommunen andererseits.

dpa

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