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Niedersachsen VW schwächelt in Deutschland weiter
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19:56 16.12.2016
Protest gegen VW und andere Hersteller: Greenpeace-Aktivisten vor dem Werk in Wolfsburg. Quelle: dpa
Wolfsburg

Das entspricht 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Europas größter Autobauer am Freitag mitteilte. Allerdings wird der steigende Absatz mit den zwölf Marken des Konzerns vor allem getragen von einer wachsenden Nachfrage in China.

In Südamerika und auch auf dem deutschen Heimatmarkt läuft es nicht so gut wie im vergangenen Jahr. Die Kernmarke VW wurde in Deutschland nur noch 44.300 Autos los, 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Unternehmen begründet den Absturz auch mit verlängerten Nutzungszeiten im Mitarbeiter-Leasing. Die Flaute bekommen vor allem die Mitarbeiter in Emden zu spüren: Dort plant VW erneut mit Kurzarbeit.

Die Zeitkonten sind leer

Die erwarteten Produktionsausfälle durch die schlechte Auslastung des ostfriesischen Standorts können offenbar nicht allein über die Zeitkonten der Mitarbeiter ausgeglichen werden. Deshalb wollte VW gestern vorsorglich einen Antrag auf Kurzarbeit von Januar bis Ende April stellen, wie VW-Sprecher Jan Wurps der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ bestätigte. „Wir werden um weitere Freischichten nicht herumkommen“, sagte der Werkssprecher.

Im VW-Werk Emden ruht derzeit wegen mangelnder Auslastung freitags die Arbeit. Derzeit werden dort der VW Passat als Limousine und Variant sowie der Passat Alltrack und der Passat GTE gebaut. Allerdings war die Nachfrage nach dem Passat zuletzt in wichtigen Märkten stark rückläufig.

Im November sanken die Neuzulassungen allein in Deutschland um 28,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit noch deutlich stärker als modellübergreifend im Markenschnitt. 2015 liefen in Emden 264.000 Autos vom Band, in diesem Jahr werden es voraussichtlich noch 243.000 sein. Nach Ostern soll das Werk in Emden auch den neuen VW Arteon produzieren, der im März 2017 auf dem Autosalon in Genf vorgestellt wird.

Einen Lichtblick gab es in den USA, dem besonders vom Diesel-Skandal erschütterten Markt. Dort meldete der Konzern ein Absatzplus von 16,5 Prozent. Grundsätzlich scheint VW die Folgen der Affäre allmählich abschütteln zu können. Weltweit kletterten die Auslieferungen der Kernmarke, der die Affäre hauptsächlich angelastet wird, im November um 7,5 Prozent Autos. Seit Jahresbeginn hat VW damit gut 5,4 Millionen Fahrzeuge verkauft, 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch dabei gilt: Getragen wird der Aufschwung vor allem vom China-Geschäft. Dort verkaufte VW im vergangenen Monat 285.000 Autos und damit 15,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Greenpeace protestiert: Umweltaktivisten von Greenpeace haben am Freitag mit einem zehn Meter hohen Holzkreuz vor dem VW-Stammwerk in Wolfsburg einen raschen Ausstieg aus der Dieseltechnik gefordert. Der Protest richte sich auch an weitere Autokonzerne, teilte ein Sprecher mit. Das Kreuz war auf einer Ansammlung ausrangierter Dieselautos unterschiedlicher Hersteller aufgestellt. Bei vielen VW-Mitarbeitern sorgte der Protest der Umweltorganisation für Unmut. Einige machten während des Schichtwechsels Fotos und redeten wütend auf die Demonstranten ein.

Von Erik Nebel und Florian Heintz

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