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Niedersachsen Bio boomt nicht
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18:31 05.12.2014
Das Bio-Siegel an Lebensmittelprodukten im Supermarkt. Quelle: dpa
Hannover

Knapp drei Prozent der Agrarfläche in Niedersachsen werden für Bio-Landbau genutzt. Mit dieser Quote ist das Land im Bundesvergleich Schlusslicht. Um das zu ändern, hat Meyer die Flächenprämien deutlich erhöht: 364 Euro gibt es seit Mai für jeden bewirtschafteten Hektar, der von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt wird. Zwei Jahre zuvor unter Schwarz-Gelb waren es noch 262 Euro. Auch die Halteprämie für Bio-Landwirtschaft wurde erhöht: von 137 Euro pro Hektar im Jahr 2012 auf 234 Euro im Jahr 2014. Mit diesen Förderprämien sei Niedersachsen „bundesweit Spitzenreiter“, hatte Meyer im Mai erklärt.

Doch einen Bio-Boom löste das nicht aus. Zwar stellten nach Angaben des Ministeriums in diesem Jahr 89 Betriebe mit einer Fläche von 2043 Hektar einen Antrag auf Umstellung. Das entspricht einem Flächenplus von zwei Prozent und einem Zuwachs der Betriebe von sechs Prozent. Allerdings sind es Bruttozahlen: Wie viele Betriebe im gleichen Zeitraum der Bio-Landwirtschaft den Rücken gekehrt haben, ist nicht bekannt.

„Es hat eine Belebung der Nachfrage gegeben“, sagt Carolin Grieshop vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen. Das Institut berät Landwirte, die eine Umstellung erwägen. Es sei aber nicht zu vergleichen mit dem Boom des Jahres 2009, sagt Grieshop. Vor allem Nebenerwerbslandwirte und Grünlandbesitzer stellten Anträge – ihnen fällt es in der Regel leichter, die Bio-Auflagen zu erfüllen. Viehzüchter schrecken offenbar vor dem Schritt zurück, weil die Investitionen um einiges höher sind.

„Für mich ist das nicht überraschend, dass das keinen Effekt hat“, sagt Hermann Grupe, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Landwirte würden auf Bio umstellen, wenn es wirtschaftlich erfolgversprechend sei. Der Verbraucher interessiere sich zwar zunehmend für Bio-Ware, wolle aber keinen hohen Preis dafür bezahlen. Im Resultat kaufe er Importware, die billiger produziert werden könne.

Tatsächlich wächst der Umsatz mit Bio-Waren im Jahr um etwa sechs Prozent. Doch 40 bis 50 Prozent der in Niedersachsen verkauften Erzeugnisse werden importiert. Vor diesem Hintergrund müsse man sich fragen, ob die Flächenprämien überhaupt Sinn machten, meint Frank Oesterhelweg (CDU): „Wir subventionieren damit Lebensmittel, die vorwiegend von Besserverdienenden konsumiert werden.“

Dagegen sieht Agrarminister Meyer in den Zahlen einen Fortschritt: „Dass innerhalb eines Jahres mehr als 2000 Hektar neu auf den Ökolandbau umgestellt werden, ist ein sehr guter Anfang.“ Erstes Ziel sei es gewesen, den Verlust von Ökolandbaufläche zu stoppen. Darauf könne man aufbauen. Auch der grüne Landtagsabgeordnete Hans Janßen mahnt zu Geduld und fordert: „Wir müssen unsere Bemühungen in der Ausbildung und Beratung noch intensivieren.“

Von Heiko Randermann

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