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Niedersachsen Flughafen: Bringt Kooperation mit China neue Jobs?
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Flughafen: Bringt Kooperation mit China neue Jobs?
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00:15 27.05.2017
Von Bernd Haase
Fliegt die chinesische Post bald regelmäßig den hannoverschen Flughafen an? Quelle: dpa
Hannover

Der Flughafen Hannover in Langenhagen wird Standort für die Europa-Zentrale der Chinesischen Post. „Wir haben ihn wegen seiner zentralen Lage ausgewählt“, sagte Li Xiong, Chef des Unternehmens, in einem Gespräch mit Ministerpräsident Stephan Weil. Dieser bereist derzeit mit einer Delegation das Reich der Mitte. Für den Flughafen würde ein stärkeres Engagement der Chinesen bedeuten, dass zusätzlicher Flugverkehr anfiele und eine drei- bis vierstellige Zahl an neuen Arbeitsplätzen entstünde.

Hintergrund für die Ansiedlungspläne ist der Internethandel. Waren aus Europa, die Chinesen im Netz bestellen, könnten über Langenhagen mit Frachtflügen nach Fernost transportiert werden. Umgekehrt ließen sich in Europa lebende Chinesen mit Produkten aus der Heimat versorgen. Xiong sagte, dass schon vom Sommer an zwei Frachtflugzeuge pro Woche auf der Verbindung zwischen Langenhagen und Shanghai verkehren könnten. Langfristig angestrebt seien tägliche Flüge.

Die Chinesische Post ist nach eigenen Angaben der weltweit drittgrößte Logistikdienstleister mit knapp 900 000 Beschäftigten. „Die Entscheidung für den Flughafen Langenhagen zeigt, welches Potenzial Niedersachsen im Zeitalter der Internationalisierung bietet“, sagte Ministerpräsident Weil dem NDR. Das Land hält gemeinsam mit der Stadt und dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport die Anteile am Airport in Langenhagen. Weil meinte, es könne ein großes Projekt werden, das zunächst kleiner anfange.

Nach Angaben von Flughafensprecher Sönke Jacobsen ist im Frühjahr die China Express Germany GmbH mit Sitz in Langenhagen gegründet worden, in der Mitarbeiter aus China und aus Deutschland sitzen und die das Projekt vorantreiben soll. Man arbeite schon länger an dem Thema und habe sich gegen alle anderen Mitbewerber durchgesetzt. Weitere Verträge seien bisher aber nicht unterschrieben worden.

Ausgetüftelt werden müsste, wo die Fracht umgeschlagen wird. Im bestehenden Luftfrachtterminal in Langenhagen sind nach Angaben von Jacobsen noch Kapazitäten frei. Sollten die Mengen aber in größerem Umfang steigen, bräuchte die Chinesische Post zusätzlichen Platz. Nach Angaben der Region Hannover, die die meisten Logistikflächen vermarktet und Ansiedlungen steuert, gibt es sowohl im Airport Business Park im Westen des Flughafens als auch auf dessen Gelände selbst noch Raum für Immobilien. „Bisher liegt aber keine entsprechende Anfrage vor“, teilt die Region mit.

Auch in anderer Beziehung müsste in Langenhagen aufgerüstet werden. Beispielsweise reicht dort die Mitarbeiterzahl beim Zoll nicht aus, um einen großangelegten Warenumschlag zwischen Europa und dem fernöstlichen Riesenreich abzufertigen.

Seine Rede ist langatmig, vom Blatt abgelesen – doch dann wird der VW-Chef überraschend konkret: „Ich befürchte, wenn die Energiekosten so sind, wie sie sind, werden die Fabriken für die Zellfertigung nicht in Deutschland stehen“, sagte Matthias Müller am Montagabend bei einer Veranstaltung der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN).

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