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Niedersachsen Konzern erwartet sinkende Margen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Konzern erwartet sinkende Margen
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00:17 17.01.2019
Fahnen mit dem Continental-Logo wehen vor der Hauptverwaltung des Unternehmens. Quelle: dpa
Hannover

Continental stellt sich auf schwierigere Zeiten ein. Weil die Autokonjunktur weltweit nicht mehr so rund läuft, rechnet der Zulieferer mit sinkenden Margen. Im laufenden Jahr werde die operative Rendite voraussichtlich zwischen 8 und 9 Prozent liegen, teilte der Konzern am Montag mit. „Die Abwärtsbewegung der Automobilmärkte hat sich im vierten Quartal wie befürchtet noch einmal deutlich verschärft“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Conti war über Jahre zweistellige Margen gewohnt, 2018 reichte es noch für eine Rendite von 9,2 Prozent.

Für das erste Halbjahr erwartet das Management weitere Rückgänge im Geschäft. Die Gründe dafür seien vor allem die weiterhin schwache Nachfrage in China, der Handelsstreit zwischen der Volksrepublik und den USA sowie die Probleme in Folge der Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP in Europa, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer: „Hinzu kommt die allgemeine Brexit-Unsicherheit.“ Conti rechne deshalb damit, dass die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen stagnieren werde.

Entsprechend vorsichtig fällt die Prognose für 2019 aus. Beim Umsatz strebt der Vorstand ein Wachstum auf 45 bis 47 Milliarden Euro an – das entspräche einem Plus von 1,4 bis 5,9 Prozent. Im vergangenen Jahr hat der Konzern seine zweimal nach unten korrigierten Ziele erreicht: Die Erlöse stiegen leicht auf 44,4 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn schrumpfte um knapp 13 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. „Wir haben ein solides Ergebnis erzielt“, sagte Degenhart. „Wir wachsen weiter profitabel.“

Zum Jahresende konnte Continental die Erwartungen des Marktes weitestgehend erfüllen. Im vierten Quartal erreichte der Konzern mit rund 11,25 Milliarden Euro einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei rund 1,1 Milliarden Euro, die bereinigte operative Marge bei rund 9,7 Prozent und damit etwas höher als im Jahresdurchschnitt.

Nach zwei Gewinnwarnungen innerhalb weniger Monate hatte die Conti-Aktie im vergangenen Jahr deutlich an Wert verloren: Von mehr als 250 Euro im Januar halbierte sich der Kurs bis Dezember. Gestern verlor das Papier im frühen Handel zunächst an Boden, im Tagesverlauf konnte sich die Aktie jedoch wieder erholen.

Der Vorstand will bei seinen Prognosen zur Geschäftsentwicklung künftig vorsichtiger agieren. Da es deutlich schwieriger geworden sei, bei größeren Schwankungen des Marktes die Entwicklung punktgenau abzuschätzen, werde man die eigenen Erwartungen fortan in Bandbreiten angeben, sagte Schäfer: „In Phasen solch tiefgreifenden, technologischen Wandels in der Automobilindustrie wie derzeit und eines zunehmend mehrdeutigen, unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes suggerieren punktgenaue Prognosen eine Genauigkeit, die sie schlicht nicht mehr haben können.“

Von Jens Heitmann

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