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Niedersachsen Auf und Ab am Jade-Weser-Port
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Auf und Ab am Jade-Weser-Port
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21:07 21.08.2017
Von Gabriele Schulte
Weniger Container als im Vorjahr: Jade-Weser-Port. Quelle: Ingo Wagner
Hannover

Niedersachsens Häfen haben sich im ersten Halbjahr 2017 gut entwickelt - gleichzeitig ging allerdings der Containerumschlag im einzigen Tiefwasserhafen Wilhelmshaven zurück. Wie die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen am Montag mitteilte, wurden im Jade-Weser-Port von Januar bis Juni nur rund 232 000 Standardcontainer (TEU) umgeschlagen - 7,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im gesamten Vorjahr waren es fast 482 000 Standardcontainer gewesen.

„Neuerdings gibt es dort aber wieder eine positive Entwicklung“, sagte Geschäftsführerin Inke Onnen-Lübben. Seit Mai läuft der neue Reederei-Verbund Ocean Alliance den Jade-Weser-Port zusätzlich an.

Ein Sprecher von Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) verwies auf „Sondereffekte“, die den Containerumschlag in Wilhelmshaven im Vorjahr vorübergehend stark in die Höhe getrieben hatten.

Vor diesem Hintergrund sei das für das erste Halbjahr 2017 errechnete Minus keine schlimme Botschaft: „Insgesamt haben wir da eine sehr schöne Entwicklung.“ Der Jade-Weser-Port hatte 2016 insbesondere davon profitiert, dass nach dem Zusammenbruch einer Hafenbrücke in Bremerhaven alle baugleichen Brücken dort monatelang auf ihr Gefahrenpotenzial untersucht und solange stillgelegt wurden. Ein Teil der Containerschiffe wich in dieser Zeit ins nur 32 Kilometer Luftlinie entfernte Wilhelmshaven aus.

Darauf führt auch Mikkel Andersen, Geschäftsführer des Hafenbetreibers Eurogate in Wilhelmshaven, den Umschlagrückgang im ersten Halbjahr 2017 zurück.

„Wir haben aber bis zum August schon rasant wieder aufgeholt“, sagte er der HAZ. Im April habe das Minus im Vergleich zum Vorjahr noch bei 40 Prozent gelegen. Seine Prognose: „Am Ende des Jahres werden wir beim Containerumschlag über dem Wert von 2016 liegen.“ Hauptgrund sei der seit Mai geltende Vertrag mit dem neuen Reederei-Verbund Ocean Alliance, der von Wilhelmshaven aus Asien ansteuert.

Insgesamt wurden nach Angaben von Seaports in den niedersächsischen Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven im ersten Halbjahr 2017 mit rund 25,8 Millionen Tonnen im Seeverkehr 8 Prozent mehr Güter umgeschlagen als im Vergleichszeitraum 2016. Stark entwickelt habe sich etwa der Umschlag von Forstprodukten, Fahrzeugen und Windenergieanlagen.

In Cuxhaven eröffnete Minister Lies am Montag einen neuen Liegeplatz für das Offshore-Industrie-Zentrum. „Unsere Investitionen sollen den ,Hafen Niedersachsen’ mit vielen spezialisierten Häfen in seiner Gesamtheit stärken“, sagte er.

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