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Niedersachsen Hannover Rück hält Dividende konstant
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hannover Rück hält Dividende konstant
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09:01 16.03.2018
So sah es nach dem Hurrikan „Irma“ im September in Key West/Florida aus. Trotz der hohen Schäden will Hannover Rück die Aktionäre nicht darben lassen. Quelle: dpa
Hannover

  Mehrere Hurrikane in den USA haben vergangenes Jahr der Hannover Rück stark zugesetzt – doch die Aktionäre sollen darunter nicht leiden: Sie bekommen für das Jahr 2017 wie im Jahr zuvor eine Dividende von 5 Euro je Aktie. 

Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin gab sich am Dienstag mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Immerhin hat der drittgrößte Rückversicherer der Welt trotz der Rekordbelastung durch Großschäden fast eine Milliarde Euro Gewinn gemacht. Dies lag auch an gewinnträchtigen Aktienverkäufen. Zudem sei das vierte Quartal sei nach dem katastrophengeprägten dritten wieder sehr gut gelaufen, hieß es. 

Im August und September hatten allein die drei Hurrikane Harvey, Irma und Maria bei Hannover Rück einen Nettoschaden von 750 Millionen Euro hinterlassen. Dazu kamen eine Reihe weiterer Naturkatastrophen, darunter Waldbrände in Kalifornien, ein Zyklon in Australien und ein Erdbeben in Mexiko. Insgesamt stieg die Großschadenlast dadurch auf netto 1,1 Milliarden Euro – dies ist im Vergleich zum Jahr 2016 ein Anstieg von 80 Prozent und zudem deutlich mehr als in die Prämien einkalkuliert. 

Dem Konzernvorstand macht dies jedoch offenbar kein Kopfzerbrechen. Wallin erinnerte daran, dass es ähnlich hohe Schadenbelastungen schon in den Jahren 2001, 2005 und 2011 gegeben habe. „Alle fünf bis sieben Jahren passiert so etwas, darauf müssen sich Rückversicherer einstellen.“ Hannover Rück könne noch mit größeren Schäden fertig werden. 

Dabei helfen die Erträge aus den mittlerweile auf über 40 Milliarden Euro angeschwollenen Kapitalanlagen. Vergangenes Jahr hat die Tochter des Versicherungskonzerns Talanx mit fast 1,8 Milliarden Euro laut Wallin das höchste Kapitalanlageergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Hier spielten auch Gewinne aus Aktienverkäufen eine Rolle. Laut Finanzvorstand Roland Vogel hat Hannover Rück seinen Gesamtbestand an börsennotierten Aktien veräußert. Das heißt jedoch nicht, dass der Rückversicherer der Börse den Rücken zudreht. Vielmehr warte man auf Rückschläge, um dann wieder einzusteigen. 

Sorgen bereitet dem Unternehmen jedoch die Rückversicherung von Lebensversicherungen in den USA. Hannover Rück hat dort im Jahr 2009 einen großen Vertragsbestand von einem anderen Rückversicherer mit einem Prämienvolumen von rund einer Milliarde Euro übernommen. Die Versicherten sterben aber deutlich früher als kalkuliert, so dass das Geschäft sich für den hannoverschen Versicherer als sehr verlustträchtig herausstellt. Man wolle jedoch durch Prämienerhöhungen das Minus in den Griff bekommen, sagte Wallin

Insgesamt flossen Hannover Rück vergangenes Jahr Prämien von 17,8 Milliarden Euro zu (+ 8,8 Prozent), der Nettogewinn sank um gut 18 Prozent auf 959 Millionen Euro. Im Jahr 2018 soll der Gewinn wieder über eine Milliarde Euro klettern.

Von Albrecht Scheuermann

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