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Niedersachsen Hannover wird zur VWN-Drehscheibe
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hannover wird zur VWN-Drehscheibe
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21:07 04.12.2014
Von Lars Ruzic
„Wir sind ausverkauft“: VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler berichtet auf der Belegschaftsversammlung von einer hohen Nachfrage nach dem Transporter. Quelle: r.
Hannover

Das hannoversche VWN-Stammwerk werde in diesem Jahr 150 000 Transporter produzieren – 15.000 mehr als geplant. Für 2015 seien noch höhere Absatzzahlen eingeplant, obwohl in dem Jahr der Wechsel zur sechsten Generation bewerkstelligt werden muss.

Management und Arbeitnehmervertreter haben sich deshalb bereits darauf geeinigt, im ersten Quartal auch an jedem zweiten Sonnabend zu produzieren. Werktags läuft die Produktion beim T5, den VWN derzeit mit hohen Rabatten bewirbt, ohnehin schon rund um die Uhr. Das zweite Modell der Hannoveraner – der Pick-up Amarok – bleibt dagegen weiterhin unter seinen Möglichkeiten. Mit 20.000 Fahrzeugen stellt das Werk nur halb so viele Amarok her, wie es könnte. Hinzu kommen mehr als 20.000 Karossen des Porsche Panamera.

Weil dieser Auftrag 2016 in Hannover ausläuft, hatte es in den vergangenen Monaten Sorge um die Auslastung des Werks gegeben. Diese sind inzwischen jedoch vom Tisch: Konzern und Betriebsrat einigten sich auf eine Standortvereinbarung, die alle Arbeitsplätze sichert und das Werk zur Drehscheibe für VWN macht.

„Wir können in Zukunft alle Modelle der Marke bauen“, meinte Zwiebler – Transporter, Amarok, den Großtransporter Crafter und den Stadtlieferwagen Caddy. Für die Zeit ab 2017 sei zunächst geplant, eine Variante des Crafter in Hannover zu fertigen. VWN-Chef Eckhard Scholz sprach auf der Betriebsversammlung von einer „echten Perspektive“ für den Standort und die Marke.

Für den Crafter wird zurzeit ein Werk in Polen errichtet. Bis Ende Januar soll geklärt sein, welche Produkte Hannover zusätzlich übernehmen kann. Die Standortvereinbarung reicht allerdings noch weiter: Man plant bereits für die übernächste, die siebte Transportergeneration. Mit ihr werde ein kräftigter Produktivitätsschub kommen, prognostizierte der Betriebsratschef – zumal Crafter und T7 auf Basis eines gemeinsamen Nutzfahrzeugbaukastens entstehen sollen, also mit möglichst vielen Gemeinsamkeiten bei Konstruktion und Komponenten.

Falls dadurch Kapazitäten im Werk frei würden, könnten sie mit dem Bau von Caddy-Modellen gedeckt werden. In jedem Fall werde Hannover bei Crafter und Caddy eher die „hochpreisigen“ Varianten und Sonderfahrzeuge für Großabnehmer wie Post oder Polizei produzieren, sagte Zwiebler.

Für die nächsten fünf Jahre sind 
3,3 Milliarden Euro an Investitionen für VWN eingeplant. „Eine solch große Summe haben wir noch nicht bewegt“, sagte der Gewerkschafter. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange. Eine neue Pressstraße in XL-Größe ist im Bau, eine bereits avisierte Lackiererei wird gerade auf größere Ausmaße umgeplant. Die Stammbelegschaft nimmt weiter zu. Im ersten Quartal werden die letzten von rund 800 Zeitarbeitern dauerhaft übernommen. Insgesamt kommt das Werk auf gut 14 500 Mitarbeiter.     

Die Reederei NSB mit Sitz in Buxtehude (Landkreis Stade) will 38 Containerschiffe ausflaggen. Bis Juni 2017 sollen nach einer Mitteilung der Reederei 486 Mitarbeiter entlassen werden.

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