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Niedersachsen Versicherer vergleichen sich selbst
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00:15 23.05.2017
Von Albrecht Scheuermann
Quelle: Concordia
Hannover

Wenn eine Versicherung selbst ein Internet-Vergleichsportal finanziert, liegt der Verdacht nahe, dass es mit der Neutralität der Ergebnisse nicht so weit her ist. Doch die Concordia in Hannover will das Gegenteil beweisen. Sie hat kürzlich zusammen mit drei anderen Gesellschaften eine Online-Plattform zum Vergleich von privaten Krankenversicherungen gestartet.

Concordia legt zu

Der sogenannte KV-Fux enthält die Angebote von rund 30 deutschen Krankenversicherern, mehr als eine Million Tarifkombinationen können verglichen werden. Betrieben wird das Portal von dem Informationsdienstleister KVpro.de aus Freiburg, doch das dafür nötige Geld stellen Concordia, Debeka, HUK Coburg und Pax Familienfürsorge bereit. Dennoch sei völlige Neutralität gewährleistet, und für die Kunden sei der Service kostenlos und transparent, heißt es. Auch die Anonymität bleibe gewahrt.

Die Concordia Krankenversicherung gehört mit ihren Beitragseinnahmen von rund 55 Millionen Euro zu den kleinen Anbietern der Branche. Sie schneide aber in Tests oft gut ab, sagte ein Sprecher. Dies erkläre auch ihre Mitwirkung an der Vergleichsplattform. „Wenn man auf Platz 25 steht, macht man das nicht.“ Der Krankenversicherer ist zwar noch klein, wächst aber stark und hat vergangenes Jahr seinen Gewinn fast verdoppelt.

Insgesamt steigerte die Concordia-Gruppe 2016 ihre Beitragseinnahmen um 2,8 Prozent auf fast 850 Millionen Euro. Der Konzerngewinn fiel mit 37 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Für die Mitarbeiter zahlt sich dies in einer Sonderzahlung von 0,4 Gehältern aus – zusätzlich zur garantierten Gratifikation von 0,3 Gehältern. Auch das laufende Jahr habe für die Concordia gut begonnen, hieß es.

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