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Niedersachsen Hanomag-Betriebsrat kündigt Krisenabkommen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hanomag-Betriebsrat kündigt Krisenabkommen
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11:07 06.12.2014
Von Lars Ruzic
Symbolbild Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Der Betriebsrat habe die noch aus Krisenzeiten stammenden Betriebsvereinbarungen gekündigt, sagte der Vorsitzende Thomas Oestreich der HAZ. „Es wird Zeit für einen Neubeginn.“ Beide Seiten stünden bereits in Verhandlungen über ein neues Vertragswerk, Oestreich will sie bis zum Frühjahr zum Abschluss bringen. „Wir sind da auf gutem Wege.“

Der Baumaschinenhersteller aus Hannover-Linden hatte besonders hart unter der Wirtschaftskrise in Europa gelitten. Nach dem Platzen der Immobilienblase in Südeuropa waren ganze Märkte weggebrochen. Mehrfach wurde bei den Hannoveranern über Monate kurzgearbeitet, oder die tarifliche Arbeitszeit wurde auf 29 Wochenstunden verringert. Die noch zu Boomzeiten mit Leiharbeitern und befristet Beschäftigten auf 1100 Mitarbeiter aufgestockte Belegschaft wurde im Laufe der Jahre zusammengestrichen. Heute ist sie mit 560 Mitarbeitern gerade noch halb so groß.

Aus den Krisenjahren 2008 und 2009 stammen auch noch diverse Betriebsvereinbarungen, in denen die Belegschaft Verzicht übte, um die Jobs zu retten. So wurde ein Arbeitszeitkorridor eingerichtet, in dem Plus- und Minusstunden gesammelt wurden – ohne dass es für Überstunden die in der Metallindustrie üblichen Zuschläge gab. „Das ist jetzt nicht mehr zeitgemäß“, meinte Oestreich. Inzwischen sei die Nachfrage nach Baggern und Radladern wieder kräftig gestiegen. „Es ist endlich Licht am Ende des Tunnels.“ Die Beschäftigten arbeiteten im Schnitt 40 Stunden. Dafür stünden ihnen auch wieder Zuschläge zu.

Hanomag-Chef Göksel Güner hatte bereits Mitte Oktober erklärt, das Unternehmen habe „die Jahrhundertkrise ohne große Blessuren überstanden“ und sei wieder ordentlich ausgelastet. Die Montage arbeitet wieder im regulären Ein-Schicht-Betrieb. Der Fahrzeugabsatz soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 (31. März) um 50 Prozent auf 1700 Modelle steigen. Ob das Unternehmen damit auch wieder schwarze Zahlen schreiben wird, blieb offen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2013/14 kam Komatsu Hanomag laut Bundesanzeiger bei einem Umsatz von 143 Millionen Euro auf einen Verlust von fast 10 Millionen Euro.

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