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IG Metall kündigt massive Warnstreiks an

Tarifverhandlungen IG Metall kündigt massive Warnstreiks an

Die IG Metall hat für die nächste Woche Warnstreiks im Norden angekündigt. Die Tarifverhandlungen in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie sind bisher nicht vorangekommen.

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Die IG Metall hat Warnstreiks für den Norden Deutschlands angekündigt.

Quelle: Jens Büttner

Hannover.   In der Tarifrunde für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall Küste kommende Woche mit Warnstreiks beginnen. „Wir sind mit unseren Argumenten bislang nicht durchgedrungen“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, am Mittwoch. „Die Arbeitgeber brauchen den Druck aus den Betrieben.“ In einer ersten Welle bis zur dritten Verhandlungsrunde am 18. Januar in Bremen seien tausende Metaller aus mehr als 140 Betrieben zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Der Arbeitgeberverband Nordmetall betrachtet die angekündigten Warnstreiks als rechtswidrig.

 „Sollte es dazu kommen, würden gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen rechtliche Schritte bis hin zu Klagen auf Schadenersatz geprüft“, erklärte Thomas Lambusch, Präsident und Verhandlungsführer von Nordmetall.

 Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Entgelt. Darüber hinaus will sie einen individuellen Anspruch der Beschäftigten auf bezahlte Familien- oder Pflegeteilzeit. Arbeitnehmer sollen ihre wöchentliche Arbeitszeit zeitweise auf bis zu 28 Stunden reduzieren können. „Wir wollen Arbeitszeiten, die zum Leben passen“, betonte Geiken. Er rechnet mit einer „guten Beteiligung“ an den Warnstreiks.

 Die Arbeitgeber entgegneten, „die Forderung der IG Metall nach einem finanziellen Ausgleich ohne Arbeitsleistung ist nach unserer Auffassung rechtswidrig, und damit sind auch die Warnstreiks illegal, wenn sie sich auf diese Forderung beziehen“. Nordmetall hatte den Beschäftigten eine Einmalzahlung von 200 Euro und zwei Prozent mehr Geld ab April 2018 angeboten. Das wies die IG Metall als völlig unzureichend zurück.

 „Wir werden langsam loslegen“, erklärte Geiken. Von kommendem Mittwoch an seien dann größere Kundgebungen in Betrieben in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordwestniedersachsen geplant. An den Arbeitsniederlegungen werden sich nach Angaben der IG Metall auch die Nachtschichten in zahlreichen Firmen beteiligen. Die Friedenspflicht endete am 31. Dezember.

 Am Tag der dritten Verhandlungsrunde in Bremen seien in den dortigen Unternehmen Warnstreiks, zwei Demonstrationen und eine große Kundgebung geplant, berichtete Geiken. „Sollte es in der dritten Verhandlung keine Bewegung geben, werden wir bei den Warnstreiks nochmal kurzfristig nachlegen, aber dann auch schnell über 24-Stunden-Warnstreiks entscheiden.“

 

Von lni

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