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Niedersachsen Prognose-Probleme auch hausgemacht
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Prognose-Probleme auch hausgemacht
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19:55 14.01.2019
Reifen des Automobilzulieferers und Reifenherstellers Continental AG lagern in einem Logistikzentrum. Quelle: dpa
Hannover

Nach den Erlebnissen im vergangenen Jahr kann man es der Conti-Führung nicht verdenken, dass sie ihre Geschäftserwartungen nunmehr etwas schwammiger formulieren will – das dürfte die Trefferquote der Vorhersagen erhöhen und damit auch die Zufriedenheit der Aktionäre. Der Konzern war lange dafür bekannt, seine Ziele eher vorsichtig zu formulieren, um sie dann im Jahresverlauf zu übertreffen. Von dieser Routine mussten sich die Anteilseigner im Jahr 2018 verabschieden: Zwei Gewinnwarnungen innerhalb kurzer Zeit haben das Grundvertrauen in den Vorstand beeinträchtigt.

Die Enttäuschungen der zurückliegenden Monate waren dabei nicht nur dem „mehrdeutigen, unsicheren wirtschaftlichen Umfeld“ geschuldet, das jetzt als Begründung für die neue Prognosepraxis herangezogen wird – ein Teil der Probleme war auch hausgemacht: Gleich mehrere Geschäftsbereiche hatten ihre Aussichten zu optimistisch eingeschätzt und die Unternehmensführung zu spät informiert, als diese Ziele nicht mehr zu erreichen waren.

Inzwischen hat man sich im Konzern gegenseitig Besserung versprochen – und externe Berater hinzugezogen. Die Anteilseigner dürfen daher die Hoffnung hegen, dass die Veränderungen bei den internen Prozessen eine realistischere Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ermöglichen.

Dafür sind die Einflüsse von außen umso schwerer zu kalkulieren. Immerhin sind die Aktionäre vorgewarnt: Nachdem alle großen Autohersteller in diesem Jahr bestenfalls mit einer stagnierenden Nachfrage rechnen, verbieten sich allzu hohe Ansprüche an die Zulieferer von selbst.

Von Jens Heitmann

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