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Niedersachsen LPKF schreibt erstmals wieder schwarze Zahlen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen LPKF schreibt erstmals wieder schwarze Zahlen
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20:45 26.03.2018
Der Firmensitz des Laser-Maschinenbauers LPKF in Garbsen. Quelle: Julian Stratenschulte
Garbsen

 Erstmals nach mehreren Verlustjahren hat der angeschlagene Maschinenbauer LPKF dank eines drastischen Sparkurses im Vorjahr wieder Gewinn gemacht. 2017 Jahr lag der Überschuss bei 1,15 Millionen Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Garbsen am Montag mitteilte. 2016 schrieb LPKF noch 8,8 Millionen Verlust. „Neben intensiven Investitionen in neue Produkte haben wir an der Optimierung unserer Kosten gearbeitet und in der Folge im Jahr 2016 Mitarbeiter abbauen und auch Standorte schließen müssen“, erklärte LPKF-Vorstandsprecher Kai Bentz. LPKF hat im vierten Jahr in Folge Stellen abgebaut - und hatte 2017 noch 683 Mitarbeiter (Vorjahr: 700).

 LPKF hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf Technologien zum Bohren und Schneiden von Glas für die Chip- und Display-Produktion gesetzt. Umsatztreiber ist Asien, besonders China. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag das Ergebnis 2017 bei knapp 4 Millionen Euro, der Erlös lag mit 102 Millionen Euro 12 Prozent über dem Vorjahreswert. 

LPKF hatte lange mit dem Zusammenbruch seines Geschäfts gekämpft. Die Firma hatte ihr Geld besonders mit einer Maschine gemacht, mit der man Antennen direkt auf Handy-Chips aufbringen kann. Inzwischen hat der Konzern nach eigenen Angaben aber so viele solcher Maschinen verkauft, dass sie kaum noch jemand möchte. Daher hat die Firma in den vergangenen Jahren versucht, stärker auf Produkte für die Solarbranche und Technologien zum Bohren und Schneiden von Glas für die Chip- und Display-Produktion zu setzen.

Von Anne-Sophie Galli

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