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Niedersachsen Maschinenbauer auf der Euroblech haben volle Auftragsbücher
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Maschinenbauer auf der Euroblech haben volle Auftragsbücher
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00:21 27.10.2018
Frisch gestanzt und beschriftet: Der Maschinenbauer Trumpf zeigt eine vernetzte Maschinenstraße für die Blechbearbeitung. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Deutsche Autohersteller verdienen weniger, die USA ziehen Zollschranken hoch, Schwellenländer wie die Türkei und Argentinien stecken in ernsthaften Schwierigkeiten, Börsen drehen ins Minus. Und doch herrscht bei deutschen Maschinenbauern nach wie vor gute Laune: „Bei uns brummt es“, sagt zum Beispiel Manuel Thomä vom schwäbischen Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf am Mittwoch auf der Euroblech in Hannover.

Ähnliche Formulierungen hört man bei vielen anderen Ausstellern der weltgrößten Messe für Blechbearbeitung. „Es ist fast ein bisschen paradox“, meint Susanne Neuner, Sprecherin des Veranstalters Mack Brooks, der die Messe alle zwei Jahre in Hannover ausrichtet. Weltweit gebe es „Rückwärtsbewegungen“ und neue Handelsbeschränkungen, doch davon bekomme man auf der Euroblech nichts mit.

China läuft nach wie vor

Das Besucherinteresse sei stabil, erklärt Neuner: Vor zwei Jahren kamen rund 60.000, dieses Jahr könnten es etwas weniger werden, aber nur, weil der Samstag als Ausstellungstag wegfalle. Die rund 1500 Aussteller belegen sogar noch etwas mehr Fläche als vor zwei Jahren.

Auf der Suche nach Erklärungen landet man schnell beim Thema China. Der Markt dort sei nach wie vor im Aufwind, sagt Simon Scherrenbacher von Schuler. Hausgroße Blechpressen des Unternehmens aus Göppingen stehen in Autofabriken in aller Welt. Und vor allem in China gingen viele Hersteller von Elektroautos an den Start, die Pressen benötigen, erklärt Scherrenbacher.

Auch bei Jenoptik spielt China eine große Rolle. „Der Markt wächst extrem“, berichtet Marketingmanagerin Claudia Böhme. Der Konzern aus Jena zeigt Laserschneider, mit denen vor allem Autohersteller geformte Bleche durchlöchern und zurechtstutzen.

Vernetzte Biegemaschinen

Die Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG (VSM) aus Hannover stellt ebenfalls auf der Euroblech aus. Marketingleiter Lars Schröder spricht zwar auch über die zurzeit „oft sehr volatilen Kurse“ an den Börsen, über die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf den Umsatz sowie über mögliche Brexit-Folgen. Aber: „Wir spüren nichts von einer Krise oder dergleichen.“ Die Auftragslage sei hervorragend.

Laut Susanne Neuner vom Messeveranstalter Mack Brooks sorgt auch die Digitalisierung für Aufbruchstimmung. Der Rundgang zeigt: Nicht nur Roboter, auch Pressen und Biegemaschinen werden mittlerweile vernetzt. Bei Trumpf profitieren die Standbesucher davon umgehend. Verrät man dem Hersteller seine Lieblings-Schokoladen-Sorten, spuckt eine Kette von Maschinen wenige Momente später eine frisch gestanzte, montierte und individuell beschriftete Blechbox mit den gewünschten Geschmacksrichtungen aus.

Von Christian Wölbert

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