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Nordseeurlaub weiter beliebt

Niedersachsen erwartet deutliches Plus an Gästezahlen


Das Reiseland Niedersachsen erwartet in diesem Sommer eine halbe Million mehr Gäste als im vergangenen Jahr. Mehr als die Hälfte aller Urlaubsreisen nach Niedersachsen sollen an die Nordsee gehen.
Die Nordsee ist bei den Urlaubern weiterhin ein beliebtes Reiseziel

Die Nordsee ist bei den Urlaubern weiterhin ein beliebtes Reiseziel

© dpa

Mehr als 3,5 Millionen Urlauber planten von Juni bis September eine Reise von fünf oder mehr Tagen, berichtete die Gesellschaft für Tourismus-Marketing am Donnerstag in Hannover unter Berufung auf eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung in 20 000 deutschen Haushalten.

Zwei Millionen Urlaubsreisen sollten allein an die Nordsee gehen. Zuwächse gebe es aber auch in der Lüneburger Heide und im Harz. Einschließlich kürzerer Reisen erwarten die Feriengebiete des Landes im Sommer fast 5,5 Millionen Gäste. Damit sei zwar noch nicht das Niveau des Rekordjahres 2008 erreicht, aber es gehe in Niedersachsen deutlich stärker aufwärts als beim bundesweiten Deutschlandurlaub, hieß es. Für 2010 erwarten die Experten insgesamt ein Plus bei den Übernachtungen in Niedersachsen von rund zwei Prozent, nach 1,9 Prozent im Vorjahr.

Bundesweit werde nach einem Minus 2009 nun ein Zuwachs von einem Prozent erwartet, sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer. Nach 346,6 Millionen Übernachtungen ohne Camping 2008 wurden im vorigen Jahr 343,7 Millionen Nächte gezählt.

„Auch 2010 ist Deutschland wieder das Reiseland Nummer eins der Deutschen“, sagte Meyer. In keinem anderen Land in Europa werde soviel Urlaub in der Heimat gemacht. Nachholbedarf habe Deutschland aber noch bei der Zahl der ausländischen Gäste.

Vor allem Familienurlaub stehe bei Ferien in Deutschland hoch im Kurs. Auch die Nachfrage nach Kurztrips sei hoch. Starkes Interesse gebe es an Ferienhäusern, Urlaub auf dem Bauerhof sowie auch Camping, sagte Meyer. Radfahren, Wandern und Gesundheitstourismus lägen im Trend. Die größte Unsicherheit bei den Prognosen biete jedoch das Wetter. Denn kurzfristige Buchungen stünden auch in diesem Jahr auf der Tagesordnung.

dpa

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