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Niedersachsen Herrenhäuser wird zum Familienbetrieb
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Herrenhäuser wird zum Familienbetrieb
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22:46 17.12.2014
Von Carola Böse-Fischer
Christian Schulz-Hausbrandt führt die jetzt komplett der Familie gehörende Privatbrauerei in Zukunft als Alleingeschäftsführer. Quelle: Heusel
Hannover

Die Änderungen im Gesellschafterkreis der GmbH ergeben sich, weil der noch amtierende zweite Brauereichef Holger Bock, bislang mit 25 Prozent an Herrenhäuser beteiligt, seinen Anteil an die Familie Schulz-Hausbrandt abgibt. Im März nächsten Jahres wird Bock das Unternehmen verlassen, wie Schulz-Hausbrandt der HAZ am Mittwoch sagte.

Bocks Anteile übernehmen Schulz-Hausbrandt, der bereits 33,5 Prozent an der Traditionsbrauerei hält, und seine Geschwister. Danach werde er mit „knapp unter 50 Prozent“ größter Anteilseigner bei Herrenhäuser sein, sagte Schulz-Hausbrandt. Bock werde zudem aus der Geschäftsführung der Privatbrauerei Wittingen ausscheiden. Das Schwesterunternehmen gehört ebenfalls der Familie. Beide Brauereifirmen werden dann allein von Christian Schulz-Hausbrandt in Personalunion geführt.

Zu den Gründen für Bocks Weggang schwieg Schulz-Hausbrandt beharrlich. Vor vier Jahren hatten beide noch die erfolgreiche Übernahme der damals insolventen Brauerei Herrenhausen eingefädelt. In der Branche ist es allerdings kein Geheimnis, dass Bocks Verhältnis zu Christian Schulz-Hausbrandt nicht das beste war. So sei Bock „Statthalter und Vertrauter“ von Christians kinderlosem Onkel Willi Schulz-Hausbrandt gewesen, mit dessen Hilfe er es auf den Stuhl des Geschäftsführers in Wittingen geschafft habe, berichteten Branchenkenner. Hingegen lägen Christian Schulz-Hausbrandt und der Onkel über Kreuz. In dieser verzwickten Lage habe sich Bock „nicht loyal“ gegenüber Christian Schulz-Hausbrandt verhalten. Dieses Problem sei nun mit Abgang Bocks gelöst worden.

Der künftige Alleingeschäftsführer Schulz-Hausbrandt hat die Sache offensichtlich abgehakt und konzentriert sich auf seinen Job. Für Herrenhäuser mit inzwischen mehr als 90 Mitarbeitern hatte er jedenfalls gute Nachrichten parat. Entgegen dem Branchentrend habe die Privatbrauerei im vierten Jahr unter den neuen Eigentümern kräftig zugelegt – und schwarze Zahlen geschrieben. Konkretes wollte der Firmenchef nicht preisgeben. Der Absatz wuchs demnach um knapp 5 Prozent auf 128 500 Hektoliter – „obwohl wir eine Preiserhöhung im Handel und in der Gastronomie durchgesetzt haben“.

Ausgezahlt habe sich die Neugestaltung des Sortiments mit der sogenannten Longneck-Flasche, sagte Schulz-Hausbrandt. Mit einem Preis von durchschnittlich 10 Euro für die Kiste mit
24 Flaschen à 0,33 Liter liege Herrenhäuser nur knapp unter nationalen Premiummarken wie Krombacher. Die Konsumenten griffen trotzdem zu. Die Zuwächse seien gleichermaßen im Handel und in der Gastronomie erzielt worden. Insgesamt würden rund 600 gastronomische Betriebe beliefert, 60 mehr als vor einem Jahr. In der Region Hannover sei Herrenhäuser wieder „flächendeckend“ vertreten.     

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