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Niedersachsen Geldsegen für VHV-Mitarbeiter
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Geldsegen für VHV-Mitarbeiter
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08:38 13.12.2014
Von Albrecht Scheuermann
Nach Rekordjahr gut gelaunt: VHV-Chef Uwe Reuter hatte auch für die Mitarbeiter eine erfreuliche Nachricht parat. Foto: Decker Quelle: Ralf Decker
Hannover

„Wir habe das beste Jahr der Unternehmensgeschichte hinter uns“, sagte der VHV-Vorstandsvorsitzende Uwe Reuter am Freitag über die Ergebnisse des zu Ende gehenden Jahres. Deshalb sollen die Mitarbeiter für 2014 mit einer zusätzlichen Vergütung von 2,1 Monatsgehältern am Erfolg beteiligt werden. Insgesamt erhalten sie damit 15,4 Monatsgehälter. Vergangenes Jahr bekamen sie 1,65 Monatsgehälter obendrauf, im Jahr davor waren es 1,9 zusätzlich zu den 13,3 Tarifgehältern.

Laut Reuter haben in diesem Jahr alle Sparten gut abgeschnitten. „Es gibt keine Fußkranken“, sagte er. Auch die Kapitalanlage habe einen höheren Beitrag geleistet als geplant. Für das gute Abschneiden ist teilweise das Wetter verantwortlich. Da der Winter weitgehend ausgefallen war und auch sonst keine größeren Unwetterschäden durch Sturm, Überschwemmung oder Hagel zu verzeichnen waren, blieb die Schadenbelastung sehr gering. Reuter sieht in dem Ergebnis aber vor allem eine Bestätigung seiner Strategie, die auf eine höhere Effizienz der Arbeitsabläufe und Kostensenkungen abzielt. „Unser Fitnessprogramm zahlt sich aus.“ Dazu gehörte jedoch der Abbau von rund 120 Stellen, der auch zu juristischen Auseinandersetzungen geführt hat.

Jetzt stehen die Zeichen aber wieder auf Neueinstellungen. Reuter sagte, die VHV werde im kommenden Jahr „bis zu 100“ neue Jobs schaffen - allerdings, wie er betonte, nicht da, wo zuvor abgebaut wurde. Derzeit beschäftigt die Versicherungsgruppe rund 2600 Mitarbeiter, davon etwa 2000 in Hannover.

Die zur Gruppe gehörende Hannoversche Leben senkt wie die meisten anderen Anbieter ihre Überschussbeteiligung. Für das kommende Jahr schüttet sie auf Lebens- und Rentenversicherungen 3 Prozent aus - nach 3,25 Prozent in diesem Jahr. Laut Vorstand Frank Hilbert beläuft sich die gesamte Gewinnbeteiligung einschließlich des Schlussgewinns dann auf 3,8 Prozent.

Wegen des Zinstiefs am Anleihenmarkt investiert die VHV verstärkt in andere Bereiche. Nach Angaben von Vorstand Ulrich Schneider hat besonders die Geldanlage in Büro-, Handels- oder Logistikimmobilien an Bedeutung gewonnen. Allerdings sind manche Märkte aus seiner Sicht überteuert und damit „nicht mehr investierbar“. Als ein Beispiel wurde München genannt.

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