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Niedersachsen Salzgitter-Konzern will auf Wachstum umschalten
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Salzgitter-Konzern will auf Wachstum umschalten
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17:45 28.02.2017
Von Albrecht Scheuermann
Der Salzgitter-Konzern macht wieder Gewinn und ist auch für die Zukunft optimistisch gestimmt.  Quelle: dpa
Hannover/Salzgitter

Der Stahl- und Maschinenbaukonzern hat vergangenes Jahr trotz eines Umsatzrückgangs um 8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro sein Ergebnis erheblich verbessert. Vor Steuern sprang der Gewinn von zuvor 4 auf 53 Millionen Euro. Nach Steuern sieht die Wende noch eindrucksvoller aus: Aus einem Verlust von 56 Millionen Euro im Jahr 2015 wurde ein Überschuss von 57 Millionen Euro. Dies heißt, dass das Unternehmen per saldo Geld vom Finanzamt bekommen hat, was mit der Nutzung sogenannter steuerlicher Verlustvorträge erklärt wird: Salzgitter konnte also die Verluste der Vorjahre nutzen, um seine aktuelle Steuerlast zu minimieren.

Als Hauptgründe für den Gewinnanstieg werden jedoch Maßnahmen zur Kostensenkung sowie „handelspolitische Schutzmaßnahmen der Europäischen Union“ genannt. Brüssel hatte vor einem Jahr für bestimmte Stahlprodukte aus China Anti-Dumping-Zölle verhängt. Die europäische Stahlindustrie wirft den Chinesen schon länger vor, ihren Stahl zu nicht kostendeckenden Billigpreisen auf dem europäischen Markt abzuladen.

Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann betont indessen die Eigenanstrengungen des Konzerns, aus der Krise herauszukommen: „Das positive Vorsteuerergebnis des Geschäftsjahres 2016 spiegelt nicht zuletzt unsere eigene Leistung im Zuge der stringent verfolgten Maßnahmenprogramme wider.“ Nun sei es aber Zeit, wieder auf Wachstum umzuschalten.

Die Aussichten seien derzeit so gut wie seit 2012 nicht mehr - gleichwohl wolle sich der Stahlkonzern nicht auf „Rückenwind aus dem Marktumfeld“ verlassen. Fuhrmann äußerte sich „sehr zuversichtlich, dass wir 2017 die vierte Steigerung des Konzernergebnisses in Folge sehen werden“.

Konkret peilt Salzgitter dieses Jahr einen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro sowie einen Vorsteuergewinn zwischen 100 und 150 Millionen Euro an. Er soll sich also gegenüber dem zurückliegenden Jahr verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Am Aktienmarkt kamen diese Botschaften jedoch nicht so gut an - die Börsianer hatten offenbar mehr erwartet. Mit einem Kursrückgang um mehr als 2 Prozent war die Salzgitter-Aktie der größte Verlierer unter den Aktien des Mittelwerte-Index M-Dax. Auf längere Sicht hat sich das Papier jedoch stark entwickelt: Vor einem Jahr lag der Kurs noch bei 21 Euro, am Dienstag notierte er in der Gegend von 34,50 Euro.

Der Konzern hat eine Reihe von schwierigen Jahren mit teils hohen Verlusten hinter sich. Zu seinen Geschäftsfeldern gehören Stahlproduktion und -handel sowie die Produktion von Röhren und Maschinen. Außerdem ist er mit 25 Prozent am Hamburger Kupferkonzern Aurubis beteiligt. Ende 2016 beschäftigte er 25 168 Mitarbeiter, knapp 300 weniger als ein Jahr zuvor.

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