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Niedersachsen Stromnetzentgelte steigen in Hannover deutlich
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Stromnetzentgelte steigen in Hannover deutlich
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06:00 18.10.2016
Von Jens Heitmann
Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Nach Vergleichen der Internet-Portale Verivox und Check24 dürften sich die Gebühren für die Nutzung der Stromleitungen in Hannover und Braunschweig um mehr als 15 Prozent erhöhen.

Der wesentliche Grund dafür sind die hohen Belastungen durch die Einspeisung von Strom aus Windkraft- und Solaranlagen. Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet, die für die Stromautobahnen zwischen der Küste und Bayern zuständig sind, sorgen dafür, dass Einspeisung und Verbrauch von Strom im Gleichgewicht bleiben und die Frequenz im Netz immer bei 50 Hertz liegt. Sie agieren in einem Wechselspiel aus Mangel und Überfluss: Strömt wenig Ökostrom ins Netz, müssen sie konventionelle Kraftwerke hochfahren lassen - drängt bei Sturm zu viel Windstrom in die Leitungen, müssen sie Schleusen in andere Netze öffnen, Gas- und Kohlemeiler herunterfahren oder Windparks abregeln.

All diese Maßnahmen kosten Geld - und diese Forderungen geben die Eigentümer der Stromautobahnen an die regionalen Netzbetreiber weiter, die sie wiederum an die Versorgungsunternehmen durchreichen. In diesem Jahr sind die Netzentgelte nach Angaben des Branchenverbandes BDEW bundesweit um knapp 5 Prozent gestiegen, Steuern, Abgaben und Umlagen um 4 Prozent. Dass der durchschnittliche Strompreis mit 28,73 Cent je Kilowatstunden stabil geblieben ist, liegt an den um 12 Prozent gesunkenen Beschaffungs- und Vertriebskosten.

Für den Ökostromanbieter Lichtblick sind die hohen Entgelte nicht allein durch den Netzausbau und die Energiewende zu erklären. „Die Stromleitungen sind der Goldesel für Konzerne und Stadtwerke“, sagte Geschäftsführer Gero Lücking. „Im Schatten der Energiewende drehen die Netzmonopolisten seit Jahren kräftig an der Preisschraube.“ Die Bundesnetzagentur hat als Aufsichtsbehörde kürzlich angekündigt, die Renditen der Betreiber von Strom- und Gasnetzen ab 2018 beziehungsweise 2019 zu senken.

Ob die steigenden Netzentgelte 2017 auch zu höheren Strompreisen führen, hängt von den Versorgern am Ort ab - Energiekonzerne und Stadtwerke profitieren von weiter gesunkenen Preisen an der Strombörse. Auch die Entgelte für das Gasnetze sinken - in Hannover nach Angaben der Vergleichsportale um 9 Prozent.

Der Continental-Konzern muss überraschend seine Gewinnziele für dieses Jahr nach unten schrauben. Der Grund sei „das sich in den zurückliegenden Tagen ergebende, kombinierte Auftreten von einzelnen, voneinander unabhängigen Sachverhalten“, erklärte der Autozulieferer am Montag in einer Pflichtmitteilung nach Börsenschluss.

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