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Verlässt Bree die Region Hannover?

Traditionsmarke Verlässt Bree die Region Hannover?

Die traditionsreiche Taschen-Marke Bree denkt offenbar über einen Umzug nach Hamburg nach. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet außerdem Stellenstreichungen.

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Bree-Zentrale in Isernhagen

Quelle: Heinze

Hannover.  Die Traditionsmarke Bree könnte ihre Heimatregion Hannover schon bald verlassen. „Wir haben unseren Mitarbeitern Überlegungen vorgestellt, zu denen auch Themen wie ein Umzug und Outsourcing gehören“, sagte der neue Bree-Geschäftsführer Stefan Treiber der HAZ. Treiber hatte den Chefposten erst vor wenigen Tagen von Axel Bree übernommen, dem Sohn des Gründers Wolf Peter Bree.

Das Unternehmen sei kein Krisenfall, betonte Treiber. „Die Investoren glauben an die Marke.“ Sie müsse sich aber verändern, da sich auch der Markt verändere.  Filialschließungen seien nicht geplant. Bree beschäftigt insgesamt rund 200 Mitarbeiter. Rund 70 davon arbeiten in der Hauptverwaltung in Isernhagen, die restlichen in den Filialen. 

Verdi kritisiert Geschäftsführung

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hat Bree seinen Mitarbeitern angekündigt, die Hauptverwaltung von Isernhagen nach Hamburg zu verlegen – und zwar schon zum 1. April. Die Angestellten, die nicht mit nach Hamburg gehen wollen oder können, müssten mit dem Verlust ihrer Stelle rechnen, sagte der hannoversche Verdi-Sekretär Rolf Stenzel. „Dabei ist noch nicht einmal klar, wo genau in Hamburg die neue Zentrale entstehen soll.“

Außerdem plane Bree, Aufgaben aus den Bereichen Logistik und IT an externe Dienstleister zu vergeben, sagte Stenzel. Dadurch würden voraussichtlich zwölf Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. „Wie die Beschäftigten sich fühlen, welche Sorgen und Ängste nun aufkommen, scheint bei der Firma nur noch zweitrangig zu sein“, kritisierte er.

Ideen statt Pläne?

Laut Geschäftsführer Treiber gibt es bislang lediglich Überlegungen, keine beschlossenen Pläne. Der Umzugstermin 1. April sei „eine Idee“. Zu konkreten Fragen zu neuen Standorten, zum Outsourcing und zu eventuellen Stellenstreichungen wollte er nicht Stellung nehmen. Er betonte, dass die Geschäftsführung sich intensiv mit dem Betriebsrat austausche.

Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya erklärte, ein Verlust von 70 Arbeitsplätzen am Firmensitz im Isernhagener Ortsteil Kirchhorst-Großhorst wäre äußerst schmerzlich. 

Axel Bree verlässt Unternehmen

Erst Anfang der Woche hatte Bree verkündet, dass der Gründersohn und langjährige Geschäftsführer Axel Bree das Unternehmen verlässt. Axel Bree erklärte gegenüber der HAZ, dass er außerdem plane, seine Firmenanteile zu verkaufen – an ein Investorenkonsortium, das schon seit einiger Zeit an der Firma beteiligt sei. Die Investoren wollten nicht genannt werden, sagte er.

Mit Axel Bree zieht sich das letzte Mitglied der Gründerfamilie aus der Firma zurück. Sein Bruder Philipp stieg schon 2012 aus. Die Beiden waren 2001 nach dem Tod ihres Vaters Wolf Peter Bree in das Unternehmen eingestiegen. Seit 2008 hat die Marke die meisten Geschäftsjahre mit einen Verlust abgeschlossen. 

Von Christian Wölbert und Martin Lauber

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