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Wirtschaft lokal 15 Tonnen schwer, drei Meter hoch
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft lokal 15 Tonnen schwer, drei Meter hoch
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20:51 11.06.2009
Der Testlauf wird gestartet, durch die riesigen Rohre wird Öl und Wasser gepumpt, um die „HC 370“-Pumpe unter verschiedenen Bedingungen zu testen. Unser kleines Bild zeigt die „MW 11“-Pumpe, die ihren Testlauf vor Publikum auch gut überstanden hat. Quelle: pr.

Gelldorf (mld). Eingesetzt wird die Pumpe vor allem auf Bohrinseln, auf Öltankern, bei großen Marineschiffen oder in Gaspipelines. In dem internationalen Publikum von Kunden und Interessenten sind zum Beispiel auch einige Niederländer zu finden, die die „HC 370“ in der Binnenschifffahrt auf holländischen Grachten einsetzen möchten.

Auch kein Problem – die Pumpe ist vielseitig einsetzbar. Bevor sie zum Einsatz kommt, wird sie in insgesamt acht Testständen in den Gelldorfer Fabriken auf Herz und Nieren geprüft: Hält sie mehr Druck aus als eigentlich nötig? Hält sie ständige Leistung bei großen Mengen an Flüssigkeiten aus?

Riesenschweißgerät im Einsatz

Und bevor eine neue Pumpe, neben der „HC 370“ auch die „MW 11“, die größte sogenannte Multiphasenpumpe der Welt, die unter Wasser und auf dem Land vor allem zur Ölförderung eingesetzt wird, überhaupt in größeren Stückzahlen produziert wird, wird sie der Öffentlichkeit bei einem Testlauf vorgestellt. Das geschieht in einer der großen Fabrikhallen auf dem Bornemann-Gelände, in denen die Bestandteile der Pumpe gefräst, geschweißt und schließlich zusammengesetzt werden. Zusammengesetzt werden die Pumpen auf Hebebühnen, die „zwölf bis 15 Tonnen Gewicht“, so Dietrich Müller-Link, Mitarbeiter bei Bornemann, aushalten müssen. Das Schweißgerät für das Pumpengehäuse, das in der Höhe 2,80 Meter misst, ist zweimal so hoch wie die Arbeiter, die die Pumpen zusammensetzen – und dennoch arbeitet es auf den Zentimeter präzise.

Bornemann ist spezialisiert auf Schraubenspindelpumpen mit zwei Spindeln wie bei der „HC 370“ und der „MW 11“. Die Spindeln laufen gegeneinander und können so Öle oder Gase fördern, ohne dass es zur Berührung innerhalb des Pumpengehäuses kommt. Der Vorteil: Auch Gase oder Flüssigkeiten, die sehr aggressiv sind oder nicht schmieren und damit eigentlich schädlich für jedes metallene Getriebe wären, können gefördert werden.

Wie bei der Modelleisenbahn

Dass das funktioniert, zeigen die Testläufe, die reale Einsätze der Riesen-Pumpen simulieren sollen – zum Beispiel das Pumpen von Öl von einer Bohrinsel in einen Öltanker. Der Motor, der Druck und Geschwindigkeit der durch die Rohre und durch die Pumpe schießenden Flüssigkeiten steuert, simuliert verschiedene Szenarien – die Pumpe soll schließlich vielfältig einsetzbar sein. Über ein Schaltpult, „wie bei der Modelleisenbahn zu Hause“, erklärt Müller-Link augenzwinkernd, lassen sich die Testumstände verändern. Ein Computer erstellt nebenbei Testprotokolle.

„Wie eine Zeitreise“, sagt Müller-Link, als er dann durch den Gang mit den Schautafeln über die wichtigsten Stationen sowie mit Bildern der Gründer und großen Persönlichkeiten der Unternehmensgeschichte zur nächsten Fabrikhalle geht. Angefangen hat das Geschäft mit den Unterwasser- oder „Subsea“-Pumpen Mitte der achtziger Jahre, mit „Poseidon“, der Pumpe, die heute wie eine Skulptur vor dem Bornemann-Gebäude steht. Die Pumpe wurde in Tunesien eingesetzt, bevor sie aus Altersgründen zurück nach Schaumburg geholt wurde. „Normalerweise“, erklärt Müller-Link, „hält eine Pumpe dieser Art etwa fünf Jahre lang“ – bei einer Leistung von 8000 Betriebsstunden pro Jahr, ohne auch nur für eine Minute zu unterbrechen.

Wirtschaft lokal Landkeis / IG BAU fordert Zahlung - Rentenproblem für rund 740 Objektreiniger

Kreis Schaumburg. Mini-Renten für jahrelangen Knochenjob: Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am Montag, 15. Juni, hat die IG BAU auf die teilweise „dramatische Altersversorgung“ der rund 740 Reinigungskräfte im Kreis Schaumburg hingewiesen. In kaum einer anderen Branche sei das Risiko von Altersarmut so groß. „Niedriglöhne sind in der Gebäudereinigung an der Tagesordnung. Trotz eines Vollzeit-Jobs steht am Ende eine Rente, die kaum zum Leben reicht oder sogar noch unter der Altersgrundsicherung liegt“, so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Niedersachsen-Mitte, Hinrich Witte.

10.06.2009

Bückeburg. Der Neschen-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 119,5 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 125,0 Millionen). Dies geht aus einer Ad-hoc-Meldung hervor, die das Unternehmen gestern veröffentlicht hat. Bereinigt um Wechselkurseffekte liegt der Umsatzrückgang bei 3,1 Prozent. Ausgelöst durch die Finanzmarktkrise, waren im letzten Quartal 2008 deutliche Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen. Der Mitteilung zufolge hat sich diese Umsatzentwicklung negativ auf das operative Ergebnis ausgewirkt. Das vorläufige EBIT liegt bei minus 2,7 Millionen Euro (Vorjahr 3,2 Millionen), vor Einmaleffekten bei minus 1,2 Millionen Euro.

10.06.2009

Kreis Schaumburg. Die Exporte haben sich im Jahr 2008 im Bereich der Industr ie- und Handelskammer Hannover unterschiedlich entwickelt: Im Landkreis Nienburg legten sie um 11,5 Prozent zu, gefolgt vom Landkreis Holzminden (+ 8,3); Schlusslicht im Bereich der IHK Hannover ist der Landkreis Osterode (Harz) mit -5,2 Prozent hinter dem Landkreis Schaumburg (-4,4 ) und Göttingen (-4,3 ).

10.06.2009