Landkreis (aw). Neuere Daten liegen noch nicht vor, da nach den Worten von Jobcenter-Leiter Bernd Dittmer die Auswertung aufgrund von Anträgen oder Änderungen in letzter Minute immer erst mit mehrmonatiger Verzögerung erfolgt.
Zu den Aufstockern zählt das Jobcenter sowohl Einzelpersonen als auch sogenannte Bedarfsgemeinschaften, beispielsweise Familien, deren gesamtes Nettoeinkommen unterhalb der Grundsicherung liegt. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Familienvater zwar für sich genommen gut verdient, das Gehalt aber nicht ausreicht, um für die ganze Familie zu sorgen. In diesem Fall kann die Familie ihr Einkommen mithilfe des Jobcenters auf das Niveau der Grundsicherung aufstocken.
Insgesamt 2536 Aufstocker sind erwerbstätig, können aber nicht von ihrem Einkommen leben. Rund die Hälfte von ihnen hat einen 400-Euro-Job, 545 gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach, und bei 571 von ihnen liegt das Einkommen über 800 Euro.
Nach Angaben des Jobcenters ist die Zahl der Aufstocker seit 2005 gestiegen. „Sie hat über die Jahre kontinierlich zugenommen“, so Dittmer. Allerdings sei seit 2011 ein leichter Rückgang festzustellen, vor allem im Bereich der Geringverdiener. Gegenüber dem Vorjahr besserten 2011 fast zehn Prozent weniger 400-Euro-Jobber ihr Gehalt mithilfe des Jobcenters auf. Im Hinblick auf die insgesamt rund 8500 Leistungsbezieher bleibt die Zahl der Aufstocker allerdings nach wie vor auf einem hohen Niveau.
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