Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wirtschaft lokal Ach du Schreck, das Erste ist weg
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft lokal Ach du Schreck, das Erste ist weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 04.05.2012
Gerade Ältere nehmen derzeit das Serviceangebot des Schaumburger Fernsehfachhandels wahr. Quelle: Foto: dpa
Anzeige

Landkreis (jcp). „Klar“, sagt Jörg Senne vom Fernseh-Fachgeschäft Kruse in Rinteln, „einige hat es überrascht wie Weihnachten am 24. Dezember.“ Allerdings handele es sich um wenige Einzelfälle, die nach der Umstellung auf Digitalfernsehen am Montag in die Röhre gucken mussten. Trotzdem halten die „Nachwehen“ der Umstellung die fünf Kruse-Mitarbeiter auf Trab. „Am Mittwoch waren wir bis 20 Uhr zu Hausbesuchen unterwegs“, sagt Senne. Ladenschluss ist eigentlich zwei Stunden früher.

Vor allem das Einstellen der Programme bereite vielen Schwierigkeiten, teilweise müssten Frequenzen neu programmiert werden. „Bei einigen blieb dann zum Beispiel das Zweite ohne Ton“, sagt Senne. Bei jüngeren Kunden hieße es dann erfahrungsgemäß erst einmal „Selbst ist der Mann“ – bevor sie schließlich frustriert einen Experten riefen.

Auch Ebert Media in Stadthagen ist vorerst ausgelastet. „Wir sind die nächsten Tage schon ausgebucht“, sagt Inhaber Wolfgang Ebert. Die Ebert-Kundschaft setze sich zu großen Teilen aus „gesetzten, älteren Personen“ zusammen, denen der Stadthäger Fachhändler bewusst auch den Service zu Hause anbiete. „Bei den großen Elektronikmärkten kaufen eher jüngere Leute, die im Zweifelsfall selbst an den Geräten nachjustieren“, glaubt Ebert.

Auch die Ebert-Mitarbeiter hätten „schwarze Schirme“ nur vereinzelt gesehen. Meist habe es sich um Zweitgeräte gehandelt, denen entsprechend weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde als dem „ersten“ Fernseher.
Ähnlich wie bei Kruse in Rinteln hat man auch bei Ebert festgestellt: Meistens ergeben sich die Probleme mit Programmen, die den Sendeplatz gewechselt haben. „Bei einigen“, sagt Ebert, „war zum Beispiel das Erste weg.“

Anzeige