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Arbeitgeber halten sich bei Neueinstellungen zurück

Landkreis / Erwerbslose Arbeitgeber halten sich bei Neueinstellungen zurück

Die Situation am Arbeitsmarkt im Landkreis Schaumburg hat sich leicht entspannt. Die Zahl der Menschen ohne Job, die sich nicht der sogenannten Unterbeschäftigung befinden, ist nach Angaben der Agentur für Arbeit Hameln im Vergleich zum Vormonat um 106 Betroffene auf 5351 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt damit im Oktober 6,8 Prozent.

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Quelle: dpa Symbolfoto

Landkreis (bes). Bei den Arbeitssuchenden verzeichneten die Experten einen deutlichen Anstieg von 8665 im September auf 8750 im Ok-tober. Männer sind davon mit 51,5 Prozent stärker betroffen als Frauen.

„Vor einem Jahr war der Rückgang zwar stärker, wir haben aber gute Zahlen, auch wenn es etwas stagniert“, erklärt Cornelia Kurth, Leiterin der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Stadthagen. Kurth zufolge sind in Stadthagen 3861 Arbeitslose gemeldet, in Rinteln sind es 1490. „Die Quote liegt in Stadthagen bei 6,5 Prozent und in Rinteln bei 7,6 Prozent.“

Besonders gering waren die Arbeitslosenquoten bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der Altersgruppe von 15 bis 25 Jahren lag der Wert bei 10,6 Prozent. „Viele Studenten sind nicht mehr in der Statistik und nur noch einige, die nach der Prüfung im Sommer noch keinen Job gefunden haben, sind noch dabei“, so Kurth.

„Viel dramatischer“ bewertet sie die Situation am anderen Ender Altersskala. Jeder Dritte Arbeitslose ist hingegen 50 Jahre und älter. Im Vergleich zu den Gesamtzahlen ist darüber hinaus die gemeldete Arbeitslosigkeit unter Ausländern weiterhin mehr als doppelt so hoch. So sind 13,6 der Ausländer ohne Job gewesen. Dies sei auch ein Beleg für den Strukturwandel in Schaumburg.

Einen Anstieg registrierten die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit bei der Unterbeschäftigung im engeren Sinne. Unterbeschäftigte im engeren Sinne sind Arbeitslose, die etwa an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen oder aus  Krankheitsgründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.  Die Zahl der betroffenen Männer und Frauen stieg um 510 auf 7047 im Oktober. Die Unterbeschäftigungsquote wuchs damit im Vormonatsvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent an.
„Viele Maßnahmen haben gerade erst begonnen“, betont sie im Hinblick auf die Septemberwerte. Zum damaligen Zeitpunkt seien die Sommerferien gerade zu Ende gegangen. Die Schwankung sei daher planungsbedingt.

Bei den gemeldeten offenen Stellen verzeichneten die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zum September. Waren es im Vormonat noch 650 Jobs, sind es im Oktober 728 gewesen. Trotz dieses Anstiegs um zwölf Prozentpunkte konnte der Wert aus dem Juli nicht erreicht werden. Damals waren fast 800 offene Stellen gemeldet worden.

Auch im gesamten Agenturbezirk Hamel haben die Experten eine Anspannung in diesem Bereich festgestellt. „Über das Jahr gesehen, ist die gemeldete Kräftenachfrage rückläufig: Seit Jahresbeginn wurden 8894 neue Stellen gemeldet, das sind 879 weniger als im Vorjahreszeitraum“, meldet die Agentur für Arbeit. Insbesondere in den Bereichen Handel sowie Lagerei und Verkehr habe es „signifikante Rückgänge“ gegeben. Auch die Leiharbeit habe 15 Prozentpunkte weniger offene Stellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum, so die Fachleute weiter. „Wir bekommen schon Stellen, aber die Arbeitgeber halten was Einstellungen betrifft zu-rück.“ Den Grund dafür sieht Kurth in der unsicheren Wirtschaftslage.

Zum Vergleich: Die Arbeitslosenzahlen für September

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