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Landkreis / Immobilienfinanzierung Besucher können Ideen holen und Kontakte knüpfen

„Das Thema Energie steht bei Immobilienbesitzern und Interessenten seit einigen Jahren sehr weit oben auf der Prioritätenliste“, sagt Jennifer Gottschalk. Die Bankbetriebswirtin ist bei der Volksbank Hameln-Stadthagen Beraterin für die Immobilienfinanzierung.

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Mithilfe der Sonne lassen sich Volksbank-Prokurist Ansgar Haverkamp die Energiekosten senken.

Quelle: bes

Von Benjamin Schrader

Landkreis.   Das derzeitige Zinsniveau und die demografische Entwicklung seien weitere Faktoren, die derzeit für viele Kunden die Suche nach den „eigenen vier Wänden“ interessant machen. Allerdings bergen die niedrigen Zinsen bei zu geringer Tilgung auch Risiken für Bauherren und Immobilienkäufer. In einer Beratung sollte dieser Punkt umfassend besprochen werden.

 Dabei richten sowohl potenzielle Käufer als auch Verkäufer ein Augenmerk auf die Energieeffizienz. Für die einen geht es dabei darum, langfristig die Nebenkosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Für die anderen steht die Attraktivität der zu Verkauf stehenden Immobilie im Mittelpunkt. „Heutzutage ist es keinesfalls mehr sicher, dass die Kinder das Haus der Eltern übernehmen.“ Und wenn dies doch der Fall ist, empfehle es sich für die ältere Generation, bereits mit der energetischen Sanierung und Modernisierung zu beginnen.

 „Wir haben aufgrund der Komplexität einen speziellen Hauseigentümer-Dialog entwickelt“, führt Gottschalk aus. Dieser Dialog soll auch bei der Messe „Schaumburg Energie“ zum Einsatz kommen, denn diese biete dazu ideale Voraussetzungen.

 Die Fragenkomplexe reichen der Bankbetriebswirtin zufolge dabei von der Zufriedenheit mit der momentanen eigenen Wohnsituation über die Entwicklung der Heizkosten und der eigenen Finanzsituation bis hin zu den Wünschen fürs Alter.

 Bei älteren Immobilien biete sich oft auch eine Kombination aus energetischen und altersgerechten Sanierungen an, um das Optimum für die Kunden herauszuholen.

 Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Volksbank Hameln-Stadthagen mit Gebäudeenergieberatern und dem Versorger RWE zusammen. So gibt es ein spezielles Angebot, bei dem lokale Berater bei einem Vor-Ort-Termin die Immobilie vom Keller bis zum Dach untersuchen und Handlungsoptionen aufstellen.

 Für Ansgar Haverkamp, Prokurist und Marktbereichsleiter bei der Volksbank in Schaumburg, bietet das energieeffiziente Bauen mehrere Vorteile, insbesondere für diejenigen, die zuvor nicht in den eigenen vier Wänden gewohnt haben. „Ein solches Haus kostet zwar mehr als ein herkömmliches Haus, langfristig stellt es allerdings eine Entlastung für die Finanzen dar. Die Bauherren können so verhindern, dass ihnen durch die Nebenkosten eine zweite Miete entsteht.“ Die Entlastung für den Geldbeutel mache sich dabei nicht erst in Jahrzehnten bemerkbar, sondern bereits bei der jährlichen Abrechnung für Gas und Strom. „Das gesparte Geld kann dann für die Tilgung genutzt werden“, führt der Prokurist aus.

 Die Volksbank in Schaumburg arbeitet Haverkamp zufolge mit kreisansässigen Unternehmen zusammen. „Bisher haben wir dabei keine Probleme erlebt.“ Bei der Finanzierung setzen Haverkamp und dessen Kollegen indessen auf einen Mix aus volksbankeigenen Darlehen und Förderprodukten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Außer diesen Programmen gibt es dem Experten zufolge auch staatliche Zuschüsse, etwa durch das sogenannte Wohn-Riestern.

 Bevor mit dem Bau des Eigenheims begonnen wird, sollten die potenziellen Bauherren sich über die Wünsche an die eigenen vier Wände, die Technik und in Sachen Finanzierung klar werden. Der Prokurist der Volksbank in Schaumburg empfiehlt zudem, sich über die eigenen finanziellen Spielräume und etwaige Fördermittel grundsätzlich zu informieren. „Wir setzen dann bei diesen Grundlagen an und arbeiten mit den Kunden die individuelle Lösung aus“, so Haverkamp, „wobei wir den Beratungsauftrag weiter fassen, als nur Darlehensgeber zu sein.“

 Unter diesen Prämissen haben der Marktbereichsleiter und seine Kollegen innerhalb weniger Monate in Obernkirchen den Bau eines KfW-55-Haus begleitet. Ein solches Haus verbraucht nur 55 Prozent der Energie, die beim Leben in einem normalen Neubau verbraucht wird. „Wir haben einen Luft-Wärme-Tauscher und Fußbodenheizung sowie eine Photovoltaikanlage“, erzählt der Bauherr. Bei den Anfangsüberlegungen haben er und seine Frau noch nicht an eine solche gedacht, sagt der 45-Jährige. Der Besuch bei der Messe „Schaumburg Energie“ habe jedoch den Ausschlag für eine solche Anlage gegeben.

 Ebenso beratungsintensiv wie der energieeffiziente Neubau ist in vielen Fällen die Sanierung älterer Häuser. Aus diesem Grund empfiehlt Paul Knauthe auch die Kontaktaufnahme mit Handwerksbetrieben, um sich eine Vorkalkulation für die anstehenden Aufgaben aufstellen zu lassen. „Wir arbeiten seit Jahren in diesem Bereich mit den Handwerksbetrieben zusammen und haben gute Erfahrungen gemacht“, erklärt der Leiter der Vertriebssteuerung bei der Sparkasse Schaumburg.

 Seit dem vergangenen Jahr gibt es eine weitere Möglichkeit: „Die Messe ,Schaumburg Energie‘ bietet dazu das ideale Umfeld.“ Aus diesem Grund habe das Institut auch einen gemeinsamen Stand mit der Kreishandwerkerschaft bei der Schau. „Die Besucher können sich dort Ideen holen und Kontakte knüpfen.“

 Anhand der Vorkalkulation könne dann ein Finanzierungsplan aufgestellt werden. „Wichtig ist dabei die Perspektive: Was kann ich mir leisten, welche Laufzeit will ich haben“, nennt Knauthe zwei Aspekte. Die Sparkasse Schaumburg hat dazu auch einen Modernisierungsrechner auf der eigenen Homepage. Interessierte können sich bei dem Kreditinstitut so ebenfalls einen Überblick verschaffen.

 Ebenso wie beim energieeffizienten Neubau gibt es zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten, etwa über Sonderprogramme der Sparkasse, Darlehen und KfW-Kredite und Zuschüsse der Förderbank.

 Bei der energetischen Sanierung älterer Immobilien arbeitet die Sparkasse Schaumburg mit Gebäudeenergieberatern wie Rudolf Nolte, Obermeister der Baugewerken- und Zimmererinnung der Kreishandwerkerschaft Schaumburg, zusammen. Die Berater nutzen bei ihrer Arbeit einen mehrseitigen Erfassungsbogen zum Energiepass. Dabei werden die technischen Gegebenheiten der jeweiligen Immobilien erfasst und anhand der Daten individuelle Konzepte entwickelt.

 „Der erste Schritt ist in vielen Fällen die Sanierung der Gebäudehülle“, erklärt Nolte. Dabei werden die Wände oder das Dach gedämmt und alte Fenster gegen neue ausgetauscht. „Im zweiten Schritt wird oft die Gebäudetechnik nachgerüstet.“ Der dritte Teil besteht dem Innungsobermeister zufolge aus dem Einbau von Photovoltaikanlagen, Solarthermie und anderen Anlagen, um regenerative Energie zu nutzen.

 Grundsätzlich sind Innungsobermeister Nolte zufolge sowohl die Volksbanken als auch die Sparkasse ein wichtiger Ansprechpartner in Finanzierungsfragen, egal ob es sich um ein Neubauprojekt oder eine energetische Sanierung handelt.

 Die Messe „Schaumburg Energie“ ist am Sonnabend und Sonntag, 21./22. September, in der Stadthäger Festhalle jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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