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Containerhafen in Minden an Kapazitätsgrenze

Minden/Bückeburg / Bilanz Containerhafen in Minden an Kapazitätsgrenze

Was ihn in der Region einmalig macht, ist die Trimodalität: Der Mindener Containerhafen kann per Schiff, per Bahn und auf der Straße erreicht werden. Was ebenfalls seinesgleichen im Umkreis sucht, sind die seit Jahren größtenteils zweistellig steigenden Umschlagszahlen. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise verzeichnete der 2002 eingerichtete Hafen ein ständiges Plus.

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Der Containerhafen in Minden ist an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, 2012 soll Baubeginn für den RegioPort am Mittellandkanal zwischen Minden und Bückeburg-Berenbusch sein. © pr.

Minden/Bückeburg (rc). Rund 26.400 Container kamen im Jahr 2010 im Mindener Hafen per Schiff, Bahn oder Lkw an. 44.400 TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit = 20-Fuß-Container-Einheit) wurden insgesamt umgeschlagen. „Damit stoßen wir in naher Zukunft an unsere Kapazitätsgrenzen“, macht Joachim Schmidt, Geschäftsführer der Mindener Hafen GmbH, eine Tochter der Mindener Wirtschafts- und Entwicklungsförderungsgesellschaft (MEW), deutlich. Die Gesamtfläche des Terminals am Industriehafen II beträgt zirka 3,3 Hektar.

Kapazitätsprobleme, aber auch die seit einigen Jahren vermehrt gebauten Großgüter-Motorschiffe (GMS) mit 110 Meter Länge, die den jetzigen Hafen aufgrund der zu kleinen Schleusen in Minden nicht erreichen können, waren der Grund für die mittlerweile fortgeschrittenen Pläne, direkt am Mittellandkanal einen neuen Containerumschlagplatz zu schaffen. Das Projekt ist Bestandteil des „Hafenbandes“ im Kreis Minden-Lübbecke und im Landkreis Schaumburg. Sechs Häfen mit unterschiedlichen Umschlags-Schwerpunkten bilden dann ein Band am Kanal.

Der RegioPort Weser soll in Minden-Päpinghausen und „grenzübergreifend“ auf dem Gebiet der Stadt Bückeburg in Berenbusch entstehen. Im Jahr 2012 soll Baubeginn sein. Das Projekt soll mit Mitteln aus dem Förderprogramm Kombinierter Verkehr des Bundes gefördert werden. Der Förderantrag muss noch gestellt werden. „Hierfür ist aber ein ganzes Paket von vorbereitenden Planungen abzuschließen, Gutachten vorzulegen und insbesondere auch die Wirtschaftlichkeit nachzuweisen“, so Schmidt. Spätestens Anfang 2014 soll der erste Bauabschnitt für den RegioPort Weser mit der Errichtung der Kai-Anlagen, der Anschaffung eines Portalkrans und der Erschließung des Geländes abgeschlossen sein.

Nach dreistelligen Wachstumszahlen in den Jahren 2004 und 2005 stieg der Containerumschlag in Minden von Ende 2007 auf Ende 2008 um 32,69 Prozent. 12,81 Prozent mehr TEU wurden bis Ende 2009 umgeschlagen als 2008. Die geringe Steigung von 2,28 Prozent im Vergleich von 2009 zu 2010 führt die Mindener Hafen GmbH vor allem auf die Wirtschafts- und Finanzkrise zurück. Doch bereits im ersten Halbjahr 2011 stiegen die Zahlen wieder zweistellig: 17,18 Prozent mehr TEU als im ersten Halbjahr 2010 wurden im Hafen von Januar bis Ende Juni 2011 umgeschlagen.

Positiv entwickelt hat sich nach Angaben der MEW in den vergangenen Monaten auch der Container-Güterverkehr. Seit Ende Juli wird wöchentlich ein zweiter Güterzug aus Hamburg abgefertigt. Die Container werden am Hafen in der Regel nur kurz zwischengelagert und dann per Lastwagen weitertransportiert, so Schmidt. Größter Partner sei hier die Firma Bobe Speditions GmbH aus Bad Salzuflen. Der Containerumschlag verzeichnet weltweit seit vielen Jahren einen riesigen Boom. Die Containerisierung von Gütern nimmt weiter zu, sodass immer mehr Waren in Containern über die Seehäfen umzuschlagen sind.

Von dort aus werden sie per Schiff, Bahn oder Lastwagen ins Binnenland weitertransportiert. Die Lagerflächen in den Überseehäfen sind begrenzt, deshalb muss der Weitertransport möglichst zeitnah erfolgen. In Minden werden wöchentlich drei Schiffsankünfte aus Hamburg und zwei aus Bremerhaven abgefertigt.

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