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Das Prinzip Tupper-Party funktioniert

Landkreis / 50 Jahre Das Prinzip Tupper-Party funktioniert

Jeder kennt sie, die berühmten bunten Plastikschüsseln, und in fast jedem Haushalt finden sich ein paar „Originale“. Seit 50 Jahren funktioniert das System der Tupper-Partys mit Produktvorführungen im privaten Wohnzimmer – auch in Schaumburg.

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Mit Sekt und Snacks „tuppern“ Gastgeberin Elke Bergmeier (links) und ihre Gäste über die Generationengrenzen hinweg.

Quelle: lmh

Landkreis. Landkreis (lmh). Maike Drewes ist 25 und seit gut einem Jahr Tupper-Beraterin. In dieser Zeit hat sich die gelernte Arzthelferin bereits zur Gruppenberaterin hochgearbeitet: Sie hat Schulungen absolviert, ein Team rekrutiert und für einen gewissen Umsatz gesorgt. Nun fährt sie einen Dienstwagen, koordiniert die Einsätze von derzeit neun Beraterinnen und einem Berater. „Eigentlich wollte ich den Job ja nie machen“, erzählt die Stadthägerin.

 Sie habe nicht geglaubt, dass sie verkaufen könne, den Leuten das Blaue vom Himmel erzählen. Wie sich herausstellte, war das aber gar nicht nötig. „Ich sage immer ganz ehrlich, welche Produkte sich lohnen und welche eher nicht.“ Auch von den 24 Prozent Provision, die sie bei jedem Verkauf kassiert, erzählt sie offen auf jeder Tupper-Party – schließlich möchte sie Kolleginnen werben.

 270 Beraterinnen sind derzeit in der Rintelner Bezirkshandlung registriert. Eine kaufmännische Ausbildung haben die wenigsten, die meisten sind Hausfrauen oder berufstätig und „tuppern“ nebenbei. „Eine Handvoll“ Männer sind dazwischen, schätzt Maike Drewes. Allgemein sei Tupper aber natürlich ein weibliches Metier.

 Das Geheimnis, warum Tupper-Partys nie aussterben, sind die Anschlussbuchungen. „Wenn sich ein Gast auf der Party bereit erklärt, selbst eine zu machen, bekommt die Gastgeberin viel mehr Geschenke“, erklärt Maike Drewes. Das Prinzip funktioniere gut, auf diese Weise ließen sich immer neue Kundenkreise erschließen, die sich nur wenig überschnitten. Darüber hinaus können sich potenzielle Gastgeberinnen auch über die Internetseite melden (www.tupperware.de).

 „Tupper ist teuer.“ Mit diesem Satz gleich zu Beginn einer Tupper-Party geht Maike Drewes in die Offensive. „Aber Tupper ist auch Qualität“, setzt sie gleich darauf nach. Gastgeberin Elke Bergmeier und ihre Gäste – Familienangehörige, Freundinnen, Kolleginnen – nicken.

 Sie alle kennen die Marke, haben schon mehrere Tupper-Partys hinter sich. Bei Elke Bergmeier ist es zwar schon eine Weile her – „Bestimmt 15 Jahre“ – aber es ist die dritte Party, die sie gibt, „und vielleicht die zehnte insgesamt“, schätzt die Stemmenerin. Inzwischen gibt es viele neue Produkte, vom Allesschneider bis zum Dampfgarer für die Mikrowelle, und interessiert hören die elf Frauen im Bergmeierschen Wohnzimmer Maike Drewes zu, die deren Vorzüge preist. Mitunter schlucken die Damen, wenn die Tupper-Beraterin die Preise nennt: 37 Euro für einen Dosenöffner, das ist keine Kleinigkeit. „Aber Qualität setzt sich durch“, sagt Maike Drewes. „Nicht umsonst gibt es den Laden seit 50 Jahren.“

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