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Wirtschaft lokal „Deutsche trinken weniger Saft“
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06:16 23.04.2012
Unternehmerbesuch bei Wesergold in Rinteln: Richard Hartinger jun. (Zweiter von rechts) heißt Klaus-Joachim Riechmann (von links), Sprecher des Wirtschaftsrates Minden-Lübbecke, Staatssekretär Olaf Liersch und Dr. Matthias Friedrichs (Wirtschaftsrat Niedersachsen) willkommen. Quelle: tol
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Exten

Exten (dil). Um bei diesem Kampf erfolgreich zu sein, setzt die riha-Gruppe auf Vielfalt in Produkten, Verpackungsgrößen und Verpackungsmitteln: 1600 Artikel werden hergestellt. Der Umsatz lag 2011 bei 560 Millionen Euro, in diesem Jahr werden 600 Millionen angestrebt. Hartinger: „Aber das hängt vom Preisniveau ab, und das schwankt.“

 Noch einen Wandel macht das Unternehmen mit: Immer weniger sind schwere Mehrwegflaschen gefragt, immer mehr Leichtverpackungen. Und auch hier eine starke Zahl: Etwas mehr als 1,2 Milliarden Verpackungen von 0,2 bis zwei Liter werden pro Jahr verkauft, allerdings bei Weitem nicht alle unter dem Namen Wesergold. Eigene andere Marken, aber auch Lohnabfüllungen für Marken von Lebensmittelketten schlagen da sehr stark zu Buche.

 Staatssekretär Olaf Liersch sah die wirtschaftliche Zukunft für Niedersachsen indes rosig. Schon jetzt sei das Leistungsniveau aus der Zeit vor der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder erreicht, und die aktuelle Delle von nur noch einem Prozent Wachstum sei schon jenseits ihres Tiefpunkts. Die Beschäftigtenzahlen hätten das höchste Niveau seit 20 Jahren erreicht, würden sich noch verbessern. Und ein Prozent Wachstum sei im internationalen Maßstab derzeit gut.

 Chancen für Wachstum sah Liersch vor allem für den Mittelstand noch im Ausland und besonders in den dynamisch wachsenden Schwellenländern, wo die Konzerne schon präsents seien. Und gerade der neue Jade-Weser-Port biete neben anderen Häfen Chancen für noch mehr Export. „Dieser Hafen liegt eigentlich vor der Haustür des Weserberglands, und immer mehr Exportgüter werden durch Niedersachsen transportiert.“ Das Weserbergland müsse dabei seine gute Anbindung an die Verkehrsströme nutzen. Abgelegene Landkreise wie Holzminden hätten allerdings Probleme. Eine bessere Vernetzung der regionalen Wirtschaft könne aber helfen. Die Weserbergland AG leiste dabei bereits beispielhaft gute Arbeit.

 „Der internationale Wettbewerb hat sich verschärft, und der demografische Wandel fegt über uns hinweg“, schärfte der Staatssekretär den etwa 20 Zuhörern ein. Die Sicherung des Fachkräftenachschubs sei „sehr wichtig, in immer mehr Branchen und Regionen unseres Landes“.

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