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Die Grenzen noch lange nicht erreicht

Rehren / Betriebsbesuch Die Grenzen noch lange nicht erreicht

Beide können kraftvoll zupacken – und so haben Mike Schmidt und Burkhard Balz bei ihrem Betriebsbesuch auch keine ganz große Mühe, einen Feuerwehrschlauch anzuheben. Immerhin 56 Kilogramm sind zu stemmen.

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Einmal kraftvoll zupacken bitte: Mike Schmidt (r.) und Burkhard Balz haben damit keine Probleme. Aber 56 Kilo sind nicht von jedem Feuerwehrmitglied zu stemmen – und da kommt dann die Firma Hafenrichter ins Spiel.

Quelle: rnk

Rehren (rnk). Etwas mehr als ein Zentner also, den ein Feuerwehrmann mindestens einmal im Jahr auf einen Tisch wuppen muss, denn die Vorschrift verlangt, dass ein Schlauch nach jedem Einsatz oder eben alle zwölf Monate gewaschen werden muss. Die ist die Nische, in der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten die Firma Hafenrichter eingerichtet hat, denn sie entwickelt Schlauchwaschmaschinen: Vorne wird die Kupplung des Schlauches hineingestellt, selbstständig hineingezogen, gewaschen, getrocknet und selbstständig aufgewickelt, während vorn der nächste Schlauch folgt. Statt eines Schlauchturmes braucht die Feuerwehr nur noch eine Maschine, die auf acht Quadratmetern steht und 50- bis 80000 Euro kostet „ Da ist alles drin und alles dran“, fasst der Geschäftsführer Heinz Bormann zusammen.

 Die extrem kleine Baugröße ist bei der Entwicklung und Herstellung von den technischen Anlagen für Feuerwehren und industriellen Betrieben so etwas wie das Alleinstellungsmerkmal der Rehrener Firma.

 1994 haben Hafenrichter und Heinz Bormann, der zusammen mit Sonja Bormann geschäftsführender Gesellschafter der Firma ist, das Modell auf der Fachmesse „Roter Hahn“ vorgestellt, „das hatte die Welt bis dahin nicht gesehen“, sagt Bormann, als CDU-Landtagskandidat Mike Schmidt und CDU-Europaabgeordneter Burkhard Balz die Firma besichtigen. Und die ist ein glattes Auetaler Erfolgsmodell: 17 Mitarbeiter und zwei Leiharbeiter produzieren im Jahr 35 bis 40 Systeme, damit sei man die Nummer eins auf einem überschaubaren Markt, sagt Bormann, etwa 90 Komplettanlagen werden in Deutschland pro Jahr überhaupt gebaut. Rund 7000 Schläuche gibt es allein in einem Landkreis wie Schaumburg, rund zehn Prozent der Anlagen und der Pumpenprüfstände, die die Firma auch baut, gehen in den Export, in die Beneluxstaaten, nach Frankreich, Russland, Skandinavien, Schweiz Österreich und demnächst vielleicht auch nach Saudi-Arabien: Eine Anfrage liegt vor, 100 bis 200 Anlagen sind im Gespräch, „da wird sich ein ziemlicher Markt entwickeln“, sagt Bormann.

 Auch im Landkreis steht eine Waschanlagen bei der Flughafenfeuerwehr in Achum; demnächst geht eine weitere an die Berufswehr Hannover raus, die schon 2001 eine der ersten ganz großen Maschinen kaufte. Ihre Grenzen hat die Firma noch lange nicht erreicht, der Bau einer weiteren Halle ist längst geplant.

 Bormann ist optimistisch, wie sich später im Gespräch: Die Feuerwehr sei heute so breit aufgestellt, dass für diese Arbeiten wie das Waschen eines Schlauches und das Trocknen im Turm der einzelne Feuerwehrmann „keine Zeit mehr hat und sie auch nicht mehr haben sollte“.

 Natürlich gibt es auch in diesem engen und überschaubaren Markt schwarze Schafe, sagt Bormann. Eine verbindliche EN-Norm würde den europäischen Markt automatisch bereinigen. Und eine länderspezifische Kommission wäre ebenfalls hilfreich: „Man trifft im Ausland auf keine Instanz, mit der man sich austauschen kann.“ „Tja“, antwortet der EU-Parlamentarier, in Europa stehe man deutschen Vorschlägen sehr zurückhaltend gegenüber, er wolle allerdings keine Länder nennen, aber, nun ja, die meisten von ihnen lägen ja in den sonnigen Gefilden.

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