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Draußen und dreckig

Landkreis / Lehrlingsmangel Draußen und dreckig

Einen gravierenden Lehrlingsmangel wie in anderen Regionen gibt es in Schaumburg nicht. So jedenfalls sieht es Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Tatsächlich sei aber an der Berufsbildenden Schule in Stadthagen die „Maurerklasse“ in diesem Jahr mit sieben Schülern „gerade so voll gelaufen“. Pape: „Das war diesmal eine ganz knappe Kiste.“

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Für Schaumburger Baubetrieb ist es nicht ganz leicht, Nachwuchs zu finden. 

Quelle: haz

Landkreis. Im Baugewerbe könnte die Zukunft „qualitativ“ zurückgehende Bewerbungen bringen. Mit einer solchen Entwicklung rechnet Rudolf Nolte, Obermeister der Schaumburger Innung für Baugewerken. „Real- und gute Hauptschüler“ würden die Lehre zum Beispiel im Bereich Heizung und Sanitär der im Hochbau vorziehen.

Dass ausbildungswillige Baubetriebe ganz ohne Bewerbungen da stünden, trifft in Schaumburg Noltes Wissen nach derzeit nur in Einzelfallen zu. „Das kann viele Gründe haben“, sagt der Obermeister. Einigen Firmen seien die Vermittlungshilfen der Arbeitsagentur einfach nicht bekannt. Auch die Möglichkeit eines Eintrags in die Lehrstellen-App der Handwerkskammer Hannover habe sich noch nicht überall herumgesprochen.
Bei manchen Betrieben, so Nolte, könnte durchaus auch die geografische Lage entscheidend sein – potenziell Interessierte schreckten in diesen Fällen vor langen oder komplizierten Anfahrtswegen zurück.
Wolter Bau in Rinteln gibt nach Angaben von Geschäftsführerin Anke Wolter Ausbildungsstellen „immer über Handwerkskammer und Arbeitsagentur bekannt“. Und doch: Ab 1. August werde es einen Azubi im gesamten Betrieb geben. Früher waren es sechs – jedes Jahr kamen zwei neue hinzu, zwei gingen.

„Viele Betriebe finden definitiv keine Auszubildenden“, sagt Wolter. Das liege im Baubereich an Regularien, aber auch an den Jugendlichen selbst. Die müssten sich auf einen Beruf einlassen, in dem „man draußen arbeitet, in dem man sich dreckig macht und der körperlich fordert“.

An dieser Stelle fordert Wolter ein Umdenken. Der Beruf des Maurers dürfe nicht „die Notlösung“ sein, nachdem alles andere nicht geklappt habe.

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