Im Gästehaus von Hinrich (vorn, von rechts) und Frauke Gottschalk absolvieren die Teilnehmer die von Trainer Georg Mauser (von links) und Marianne Riecke geleitete zehnte Seminareinheit. Werk
Kreis Schaumburg (mw). In den Wintermonaten hatten die Teilnehmer dazu insgesamt zehn jeweils zweitägige Seminare besucht, die in Kooperation mit der Bonner Andreas-Hermes-Akademie ausgerichtet wurden. Auf dem Programm standen die Themen Persönlichkeits- und Unternehmensentwicklung.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden sich ständig ändern, so dass sich auch Landwirte ständig neu erfinden und eingefahrene Prozesse überdenken müssen, erläuterte Marianne Riecke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen den Hintergrund der Trainingsreihe. Um dabei langfristig erfolgreich zu sein, sei es wichtig, eigene Ziele zu entwickeln, diese schriftlich festzuhalten und schließlich einen „Aktionsplan“ aufzustellen. Solch ein konkreter Plan biete nämlich den Vorteil, dass man zielgerichtet handeln kann. „Denn die meisten Menschen wissen zwar, was sie nicht wollen, aber nicht, was sie wollen.“
Die Eheleute Hinrich und Frauke Gottschalk aus Kirchhorsten waren im Verlauf der Fortbildung beispielsweise auf die Idee gekommen, ein auf ihrem Hof stehendes und lange Zeit ungenutztes denkmalgeschütztes Altenteiler-Gebäude zu einem Gästehaus mit Seminarbetrieb auszubauen. Das neu hinzugewonnene Wissen habe ihnen bei der Umsetzung dieses Projektes, in das sie einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag investiert haben, sehr geholfen, berichtete Frauke Gottschalk. Das renovierte Fachwerkhaus war denn auch Veranstaltungsort für die Abschlussveranstaltung vom Freitag, nachdem die anderen neun Seminareinheiten in Hannover ausgerichtet worden waren. Hinrich Gottschalk verriet außerdem, dass er gelernt habe, „weniger Fehler in der Kommunikation“ mit Kollegen und Familienmitgliedern zu machen. Darüber hinaus sei ihm klar geworden, dass es sinnvoll sei, verstärkt Kooperationen mit anderen Landwirten und Vertragspartnern einzugehen.
„Ich habe gelernt, Chancen zu erkennen“, ergänzte der Rintelner Hinrich Strüve. Zudem müsse man mit einer positiven Grundhaltung an die Verwirklichung seiner Ziele gehen. „Man erkennt sich selbst, das war für mich sehr wichtig“, zog Friedrich-Wilhelm Tubbe aus Heitlingen Bilanz. Auch dürfe man stolz auf das bisher Erreichte sein.