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Wirtschaft lokal „Ein Hafen mit besten Möglichkeiten“
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00:24 17.11.2014
Wo einst drei Speicher den Zugang zur Kaikante des Mittellandkanals versperrten, ist jetzt viel freier Platz für den Umschlag der Güter – insbesondere Öl, Holz, Getreide und Kies – entstanden. Quelle: pr.
Bückeburg

„Ein Hafen mit besten Möglichkeiten, von dem wir uns eine Menge versprechen“, sagte Bürgermeister Reiner Brombach. Gute Lage zum bundesweiten Fernstraßennetz und ein Gleisanschluss: Die Trimodalität biete beste Chancen, auch wenn es bisher keinen Interessenten gibt, der den Gleisanschluss nutzen will. „Es war die richtige Entscheidung, den Hafen zu kaufen und zu ertüchtigen“, sagte der Geschäftsführer des Hafenbetriebs, Bückeburgs Stadtkämmerer Reiner Wilharm. Er hoffe, dass die prognostizierte Entwicklung des Umschlags eintreffen werde. Und versprach: „Daran werden wir arbeiten.“ Beide lobten Norbert Schneider aus dem Tiefbauamt der Stadt, der die Fäden bei Planung und Umsetzung der Sanierung zog: „Er hat viel aushalten müssen.“

 Der Bürgermeister erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte des Hafens, der vor 17 Jahren von der Stadt vom Bundesvermögensamt gekauft worden war. Zu einem günstigen Preis, weil es für jeden abzureißenden Speicher einen Preisnachlass von 400000 Mark gegeben hatte. Was im Nachhinein doch nicht ganz so günstig war, denn 17 Jahre später kostet der Abriss eines Speichers 370000 Euro.

 Insgesamt drei Speicher wurden abgerissen, um die nur zehn Meter breite Kaikante deutlich verbreitern zu können und an die heutigen Erfordernisse anzupassen. Es wurden freie Flächen für den Umschlag von Öl, Holz, Getreide und Kies geschaffen, den vier Hauptstoffen, die im Hafen umgeschlagen werden. Die Kaikante wurde von 250 auf 400 Meter verlängert. Statt zwei können jetzt drei Großmotorschiffe mit je 1500 Tonnen Ladegewicht anlegen. Allein die Ertüchtigung der Kaikante schlug mit drei Millionen Euro zu Buche. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

 Im kommenden Jahr soll mit der Ertüchtigung des zweiten Abschnitts begonnen werden. Im südlichen Bereich werden weitere Gebäude abgerissen und die Gleisanschlüsse geordnet. Hier soll hafenaffines Gewerbe ansiedeln. Die Nachfrage nach Flächen ist groß, wie die Gäste beim Rundgang durch den ertüchtigen Hafen erfuhren.

 Der Hafenbetrieb ist Mitglied im sogenannten Hafenband. Fünf Häfen entlang des Kanals bis Ostwestfalen arbeiten zusammen und teilen sich die Geschäfte auf. Gegenüber dem Hafen Berenbusch wird der Containerhafen Regioport gebaut. rc