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Landkreis

„Energiedialog für Schaumburg“ gestartet

Die Weserbergland Aktiengesellschaft hat im Rahmen der Energieregion Weserbergland plus aufgrund einer Schaumburger Initiative interessierte Akteure aus Schaumburg zu einem ersten Gesprächsforum „Energiedialog für Schaumburg“ eingeladen. 16 Teilnehmer beschäftigten sich im Kreishaus in Stadthagen mit dem Wandel im regionalen Energiemarkt.
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Kreis Schaumburg (r). Klaus Heimann, Erster Kreisrat des Landkreises Schaumburg, begrüßte die Anwesenden, die sich vorwiegend beruflich aktiv mit Fragen der alternativen Energiegewinnung auseinandersetzen. Der Vertreter des Hausherrn zeigte sich auch erfreut über die positive Resonanz auf die Einladung zu einem ersten Austausch „über den fachlichen Tellerrand hinaus“.

Hans-Jürgen Hesse, Projektleiter bei der Weserbergland AG, stellte zunächst das Projekt der BioenergieRegion Weserbergland plus vor. „Hierbei handelt es sich in erster Linie um ein Kommunikations- und Vernetzungsprojekt. Deshalb haben wir gern die Schaumburger Initiative aufgegriffen“, so Hesse.

Die Vertreter der Städte Stadthagen und Bückeburg, der Stadtwerke Rinteln und Schaumburg-Lippe sowie des Landkreises gaben einen kurzen Überblick über die Aktivitäten zum Thema „Klimaschutz und Energieeffizienz“ jeweils in dem speziellen Arbeitsumfeld „Heute und in Zukunft“. Bei den Kommunen stehen die Modernisierung von Heizungsanlagen und die Fassadensanierung eigener Liegenschaften bei effizientem Mitteleinsatz im Vordergrund.

Eduard Hunker, Geschäftsführer Stadtwerke Schaumburg-Lippe zeigte auf, dass vorrangig versucht werde, wirtschaftliche und ökologische Aspekte zusammen zu bringen. Hauptbetätigungsfeld ist der Gasmarkt; als Wachstumsmarkt wird der Stromsektor gesehen.

Die Situation bei den Stadtwerken Rinteln schilderte Geschäftsführer Jürgen Peterson überaus positiv. Dadurch, dass die Stromnetze bereits vor Jahren übernommen worden sind, seien die Stadtwerke freier in der Gestaltung der eingesetzten Energieträger. Daraus resultierten gute Voraussetzungen zur Förderung von z.B. Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen.

Dieter Ahrens, Geschäftsführer von Ahrens Solar, Bückeburg, berichtete aus der Praxis, dass es bei größeren Photovoltaikanlagen (ab 30 kWp) im Rahmen der Anschlussprüfung durch die großen, überregional arbeitenden Energieversorger häufig Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme gebe. Hier kann das Gesprächsforum eventuell unterstützen.

Zum Thema Netze wies Moderator Heimann darauf hin, dass für 2013 die Netze neu ausgeschrieben würden und sich die Frage stellt, welche Gestaltungsmöglichkeiten die Städte und Gemeinden haben. Friedrich Deventer, Schornsteinbau Helpsen, und Diplomingenieur Horst Roch, Rodenberg, sind überzeugt: „Wer Eigentümer der Netze ist, kann die Energiepolitik vor Ort selbst mitgestalten und das Maß der Einspeisung zum Beispiel regenerativen Stroms bestimmen.“

Zehn Bürgersolaranlagen in Betrieb

In seinem Kurzreferat „Bürgergemeinschaftsanlagen zur Solarstromgewinnung“ stellte Roch die Möglichkeiten heraus, wie sich Bürger an einer gemeinschaftlich betriebenen Solarstromanlage beteiligen können. Vom ökologischen Nutzen, technische Voraussetzungen bis zur Gesellschaftsform zum Bau und Betrieb einer Bürgersolaranlage wurden alle wichtigen Punkte beschrieben und mit Praxisberichten unterlegt. Im Schaumburger Land sind derzeit zehn Bürgersolaranlagen in Betrieb; für 2010 ist der Bau weiterer sieben geplant.

Hesse wies zum Abschluss der Veranstaltung darauf hin, dass im Rahmen des eingangs dargestellten Projektes neben dem Wissenstransfer auch Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote zum Thema Solarstromeinspeisung (rechtliche Rahmenbedingungen) und Contracting Modelle (Wärmeenergielieferung) unterstützt werden. Die Bioenergieagentur Weserbergland plus, Hameln, die räumlich im HefeHof eingerichtet ist, nimmt die Bedarfe auch im Rahmen der Bündelungsfunktion auf.

Als Fazit des Gesprächsforums „Energiedialog für Schaumburg“: Der Dialog mit dem Fokus auf regionale Wertschöpfung („Aus der Region für die Region“) bei starker Einbindung des heimischen Handwerks sei gezielt fortzusetzen. Der Energiedialog vor Ort dient der Stärkung und dem weiteren Ausbau eines effizienteren kommunikativen Netzwerkes. Weserbergland AG und Landkreis sind bestrebt, den Dialogprozess auch durch die Organisation von Informationsveranstaltungen vorrangig zu den Themen „Neuorganisation der Energieversorgungsnetze“ und „Energieeinsparungen“ zu unterstützen und begrüßen weitere Initiativen von Netzwerkpartnern.


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