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Faurecia: Werk bis 2026 ausgelastet

Wirtschaft / Wichtiger VW-Auftrag Faurecia: Werk bis 2026 ausgelastet

„Dieser VW-Auftrag war lebenswichtig.“ Dem stellvertretenden Betriebsratschef des Stadthäger Autositzherstellers Faurecia, Jürgen Bittner, entfährt ein erleichterter Seufzer. Denn das hiesige Produktionswerk hat den Folgeauftrag für die Fertigung der elektrischen Rückbank für den VW Phaeton und den Audi A 8 erhalten.

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Quelle: rg

Stadthagen. Das werde „mittelfristig“ alle 70 Arbeitsplätze im Werk sichern, bestätigt auf Anfrage Kisten Lattewitz, Sprecherin der Geschäftsführung. Nach Angaben von Bittner sorgt der Auftrag im Werk für eine Auslastung bis 2026. „Dieser Auftrag ist ein toller Erfolg für das VW-Akquisitionsteam“, fügt Geschäftsführer Hagen Wiesner hinzu. „Hätten wir diesen Auftrag nicht bekommen, hätte das Werk wegbrechen können“, ergänzt Bittner: „Dank sei den Ingenieuren in unserer Entwicklungsabteilung, die hervorragende Arbeit geleistet haben.“ „Sehr psoitiv“ schätzt auch die IG Metall nach den Worten ihres hiesigen Bevollmächtigten Thorsten Gröger diese Entscheidung ein. Wiesner bestätigt: „Hier zeigt sich die Anerkennung unserer Leistungen in der bisherigen Serie.“
Der Geschäftsführer versichert darüber hinaus: „Faurecia wird auch weiterhin in diesen Innovations- und Hochtechnologie-Standort investieren.“ Derzeit sind am hiesigen Faurecia-Standort 1010 Personen beschäftigt, überwiegend in der Entwicklung und in der Verwaltung.
So froh Bittner über den VW-Auftrag ist, so verärgert zeigt sich der Betriebsrats-Vize über einen für Stadthagen entgangenen Auftrag von Porsche. Hier geht es um einen neuen sogenannten „Leichtbau-Sitz“ für die Porsche-Modelle 911, Targa und Cayenne. 40 bis 50 zusätzliche Jobs hätten im Werk gehalten werden können, berichtet Bittner. Doch der Auftrag wurde vom Faurecia-Management an den Standort Pisek (Tschechien) vergeben.
Nach Darstellung Bittners hatte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies im Frühjahr im Gespräch mit Betriebsrat und IG Metall die Zusage eine Landesförderung in Höhe von einer Million Euro signalisiert. Diese wäre laut Bittner geflossen, wenn über die Entwicklung des innovativen Leichtbau-Sitzes in der Stadthäger Forschungsabteilung von Faurecia hinaus auch die Produktion hierher vergeben worden wäre. „Dann wäre die Fertigung der Serie betriebswirtschaftlich mit einer ,schwarzen Null‘ abzuwickeln gewesen“, sagt Bittner. Das diese Chance nicht ergriffen worden sei, bezeichnet Bittner als „Skandal“.
Das sieht die Geschäftsführung ganz anders. Im April habe diese dem Wirtschaftsminister die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der beiden Standorte dargelegt. „Faurecia wurde hierbei keine Förderung im Falle einer Produktion in Stadthagen angeboten“, teilt Unternehmenssprecherin Lattewitz unmissverständlich mit. Im Rahmen der Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien umfassende Analysen durchgeführt worden, ob der Standort Stadthagen für die Porsche-Produktion wettbewerbsfähig wäre. „Dies ist nicht der Fall“, so Lattewitz. Die Entwicklung und das Programm-Management dieses Auftrags werde aber in Stadthagen abgewickelt, fügte die Sprecherin hinzu.
Empört ist Arbeitnehmervertreter Bittner auch darüber, dass der Betriebsrat von der Auftragsvergabe nach Tschechien nicht informiert worden sei. Deshalb habe der Betriebsrat keine Chance mehr gehabt, mit dem Management noch einmal darüber zu reden. „So eine Vorgehensweise gehört sich nicht“, sagt Bittner, „das ist keine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Thorsten Gröger (IG Metall) appelliert an das Management, sich zu dem Thema mit dem Betriebsrat noch einmal an den Tisch zu setzen. „Bis zum Anlauf der Produktion im Jahre 2016 ist dafür noch genügend Zeit.“

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