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Firmen können laut werden, ohne zu stören

Rinteln / 25 Jahre Industriegebiet Firmen können laut werden, ohne zu stören

„Frischer Wind“ sei es, der jetzt durch Rinteln wehe, denn das Industriegebiet Süd hat eine Straße mehr: Vor 25 Jahren ist die Heisterbreite fertiggestellt worden.

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Was klein vor 25 Jahren begann, ist heute groß: 20 Unternehmen sind in der Heisterbreite im Industriegebiet Süd angesiedelt. Die Entfernung zur Innenstadt ist für viele Unternehmen, nicht nur die Industrie, oftmals ein Vorteil.

Quelle: tol

Rinteln (mld). Etwa zwei Millionen Mark sind damals investiert worden, um neue Wirtschaftsunternehmen durch rundum erschlossenes Baugelände in die Weserstadt zu locken. Einen Großteil dieser Kosten hat das Land Niedersachsen getragen, da die weitere Erschließung des Industriegebiets Süd als „Gemeinschaftsaufgabe“ galt. Warum die neue Straße? Um „dem positiven wirtschaftlichen Trend im Industriegebiet zwischen Rinteln und Exten zusätzliche Impulse zu verleihen“, erklärt unsere Zeitung.
Was klein begann, ist groß geworden: Derzeit sind insgesamt 20 Unternehmen ganz verschiedener Branchen heute dort angesiedelt. „Früher hatten wir ein Fachgeschäft in der Klosterstraße und einen zweiten Standort in der Braasstraße“, sagt Jörg Sasse von der Firma Eckel, deren Frau Sabine Sasse Geschäftsführerin ist.
„Mit dem Fachgeschäft sind wir ja an den guten Standort des heutigen Expert-Marktes gegangen. Bei der Elektroabteilung, also dem Handwerk, war es nicht ganz so wichtig, dass wir einen Standort an der ,ersten Straße‘ haben“, so Sasse. Zum Zeitpunkt des Umzugs der Firma habe die Stadt Rinteln Grundstücke an der Heisterbreite angeboten – eine Entscheidung, dorthin umzuziehen, sei da nicht schwer gefallen. Eckel beschäftigt 30 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 trennte Eckel die Bereiche Handel und Elektroinstallation, der Standort an der Heisterbreite ist laut eigenen Angaben 1600 Quadratmeter groß.
Das Familienunternehmen „Landtechnik Frank Bücher“ hat seine Wurzeln zwar in Exten, ist aber im Jahr 1996 an die Heisterbreite gezogen. Gegründet wurde das Unternehmen als Blankschmiede im Jahr 1948, doch als dessen Schwiegersohn Karl-Heinz Bücher als Landmaschinenschlosser im Jahr 1970 in den Betrieb kommt, kommt auch der Handel mit landwirtschaftlichen Geräten und deren Betrieb dazu. Der Betrieb wurde schließlich so groß, dass Exten zu klein wurde und der Umzug zur Hausnummer 2 nötig wurde.
Frank Bücher gründete dort 1996 seinen Betrieb, der heute Fachbetrieb für Landmaschinen, Rasenmäher und Kleingeräte ist. Bruder Jörg arbeitet im Betrieb – und Vater Karl-Heinz führt seinen Betrieb noch auf dem Gelände fort.
Auch „Berdin Beton“, die an der Heisterbreite Betonrohre produzieren, wollen ihren Rintelner Standort laut Firmenangaben „gerne an der Heisterbreite belassen“.
„Total begeistert“ vom Standort mit der Hausnummer Heisterbreite 7 ist Markus Kuhlmann, Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW).
Da das THW eine Bundeseinrichtung ist, erläutert Kuhlmann, gebe es Vorgaben des Bundesverbands in Form von Bedarfsplänen, wie neue Unterkünfte auszusehen haben – und danach habe man Ende der achtziger Jahre ein Grundstück gesucht. Denn, so die Verbandsleitung: Es sollte nicht mehr, wie in der Friedrichstraße, gemietet werden. Mit Absprache der Stadt Rinteln wurde ein passendes Grundstück gesucht, im Jahr 1991 folgte der Umzug.
Kuhlmanns Liste der Vorteile, an der Heisterbreite angesiedelt zu sein, sind lang. „Die Anbindung ist gut. Und auch die Lage ist toll: Unsere Dienstzeit ist freitagabends von 19 bis etwa 23 Uhr. Und weil wir im Industriegebiet sind, stören wir dort keinen“, so Kuhlmann. „Da können wir auch mal ein Aggregat, einen Lkw oder eine Motorsäge laufen lassen, ohne dass es jemanden stört.“
Auch der Hospizverein Rinteln ist mit seiner Lage in der Heisterbreite zufrieden, wie die Vorsitzende Ingeborg Schumer sagt. Der Hospizverein teilt sich seit Oktober 2010 Räume mit dem THW. Die Gründe, warum der Hospizverein ins Industriegebiet umgezogen ist, liegen auf der Hand: je größer die Nähe zur Innenstadt, desto höher die Mietpreise. „Und das konnten wir uns nicht mehr leisten“, so Schumer, der Verein müsse schließlich am Laufen gehalten werden.
„Vorher waren wir in der Hafenstraße“, erinnert sich Schumer. „Großes Laufpublikum“ habe der Verein damals sowieso nicht gehabt – doch schließlich wird der Verein erstmals oft telefonisch kontaktiert, und die Arbeit des Vereins spielt sich oft bei den Menschen zu Hause ab. Und den Weg in die Fachbücherei des Vereins finden die Menschen, erzählt Schumer.
THW und Hospizverein sprechen ihre jeweiligen Termine ab, denn gemeinsam können sie einen Seminarraum und die Küche nutzen. „Das klappt wunderbar mit der Terminabsprache“, so Schumer. „Außerdem sind beides ehrenamtliche Organisationen: Das verbindet uns.“ Platz genug für Beratungsgespräche, Fortbildungen und Vereinssitzungen gebe es dort außerdem auch.
Im Industriegebiet Süd sind laut Andreas Wendt vom Rintelner Bauamt derzeit insgesamt 148 Betriebe angesiedelt.
4 Tag der offenen Tür: Am 24. September in der Zeit von 10 bis 18 Uhr steht zum fünften Mal ein Tag der offenen Tür im Industriegebiet Süd an. 23 Betriebe erwarten mehrere Tausend Gäste, denen sie ihr Unternehmen und ihr Leistungsspektrum präsentieren. Aber bis dahin ist es natürlich noch eine Weile. Mehr Details folgen später.

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