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Früher Kontakt mit Schreibtisch und Werkbank

Landkreis / Schülerpraktikum Früher Kontakt mit Schreibtisch und Werkbank

Raus aus der geschützten Schulwelt in die Arbeitswelt – für die allermeisten Gymnasiasten bedeutet das Schulpraktikum in der Mittelstufe den ersten längeren Kontakt mit Schreibtisch oder Werkbank, schlicht mit dem Arbeitsalltag.

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Beim Praktikum bekommen Schüler einen ersten Einblick in die Arbeitswelt.

Quelle: haz

Landkreis. Landkreis (jpw). Mit einem neuen, schulischen Ansatz, die Förderung im Zusammenhang mit dem Politik- und Wirtschaftsunterricht so früh wie möglich in den Lehrplan einzubinden, geht das Gymnasium Steinhude an den Start. Der zuständige Koordinator Burkhard Jonczyk betreut derzeit die Neuntklässler, die sich bereits im 14-tägigen Berufspraktikum befinden.

 Der frühe Kontakt der Schüler mit der Arbeitswelt ist gewollt, die Verantwortlichen um Schulleiter Thomas von Gemmern planen, in der Zukunft eine intensive Berufsorientierung an der Schule anzubieten. Dazu gehörten unter anderem Eignungsteste, Kooperationen mit Unternehmen und das Vorziehen des Praktikums in die 9. Klasse.

 Weiterhin in der 10. Klasse wird das Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen seine Schüler zur Berufsorientierung schicken. „Das wird im Unterricht Politik plus Wirtschaft sorgfältig vorbereitet“, berichtet Koordinator Daniel Francke. Einige Schulen täten dies um Ostern herum, andere, wie das Wilhelm-Busch-Gymnasium, 14 Tage vor den Herbstferien. „Bei einigen Schülern stellen wir bei ihrer Rückkehr einen deutlichen Reifeprozess fest“, meint Francke. „Sich rechtzeitig um einen Platz zu kümmern“, das sei Sache der Schüler. Allerdings gebe es auch eine „Deadline“. Die Schule helfe auch bei der Praktikumsbewerbung. Generell gelte, dass der Praktikumsplatz in Betrieben mit Ausbildungsmöglichkeiten im Umfeld der Schule angesiedelt sein solle: „Beim Tierarzt auf Teneriffa geht nicht, das hatten wir auch schon mal.“

 Die Betreuung der Praktikumsplätze aus allen Branchen – die Palette umfasst unter anderem die sozial-karitativen bis hin zu den technischen Berufen – müsse gewährleistet sein, meinte Francke, zur Not gebe es auch ein Telefon, mit dem der koordinierende Lehrer angerufen werden könne.

 Höchst unterschiedlich sind nach Angaben des Koordinators die Erfahrungen, mit denen die Gymnasiasten nach 14 Tagen wieder in die Schule zurückkehrten. Natürlich profitierten sie von den Erfahrungen in der Arbeitswelt, aber oft sei es so, dass die Schüler freudig wieder in die Schule zurückkehren würden.

 Keinesfalls bedeute in Praktikum ein 14-tägiges Zurücklehnen: „Im Unterricht wird auch nachbereitet“, sagte Francke. „Und der Praktikumsbericht geht in die Note des Faches ein.“

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