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Gastronomie profitiert verhalten im Landkreis

Landkreis Gastronomie profitiert verhalten im Landkreis

„Der Aufschwung ist endlich auch in der Gastronomie angekommen“, jubelte unlängst Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Bundesweit stieg der Umsatz im Gastgewerbe im letzten Jahr um 2,4 Prozent an. Als „noch nicht so rosig“ schätzt hingegen Klaus Pittack, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Schaumburg, die Lage der Gastronomiebetriebe im Landkreis ein.

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Gerade die Außengastronomie hatte unter dem schlechten Sommer 2011 zu leiden. Den guten Zahlen der Dehoga scheinen die wenigen guten Tage allerdings keinen Abbruch getan zu haben.

Quelle: pr.

Landkreis (par).  „Wenn es in den großen Städten wieder brummt, dann heißt es noch lange nicht, dass das in einer ländlich geprägten Gegend wie Schaumburg auch so sein muss“, sagte Pittack, der seine Branche kennt. „Runter geht es immer sehr schnell, rauf eher langsam.“ Er setzt seine Hoffnungen auf das bald beginnende Frühjahr und einen guten Sommer. Gerade die zwei Wochen, im Februar, in denen „tiefster Winter“ geherrscht hatte, seien für viele Betriebe ein erneuter Rückschlag gewesen. „Sowohl das Wetter als auch wirtschaftliche Krisen bekommt man in der Gastronomie immer direkt zu spüren.“

 Als Nenndorfer Bürger verfolgt er die derzeitige Entwicklung in der Kurstadt mit Wohlwollen. Hier wurde seiner Meinung nach gut und richtig investiert, wovon nicht zuletzt auch die Gastronomie langfristig profitieren werde. „Die neue Promenade wird dazu beitragen.“

 Den Fokus auf den Landkreis gerichtet, ist er ebenfalls optimistisch, dass der positive bundesdeutsche Trend in absehbarer Zeit auch in Schaumburg ankommen wird. „Es braucht halt alles etwas Geduld.“

„Aufschwung nicht spürbar“

Frank Döppner, Inhaber des Stadthotels Gerbergasse in Stadthagen, kann sich den hohen prozentualen Umsatzgewinn, der von der Dehoga kürzlich für das Jahr 2011 bekannt gegeben wurde, nicht erklären. „Bei uns in Stadthagen ist der Aufschwung definitiv nicht spürbar gewesen. Nicht zuletzt deshalb, weil der Sommer nicht gut war“, sagte er. Er habe auch mit Getränkelieferanten gesprochen, die ihm das bestätigt haben. „Viele Biergärten haben sehr darunter gelitten.“

Da 2011 das erste komplette Jahr für das Stadthotel unter Döppners Leitung gewesen ist, hat er keine Vergleichszahlen vorlegen. „Ich denke, dass der positive Trend aus den Großstädten kommt. Da gibt es noch viele Leute mit Geld.“ Die Gastronomie würde dort profitieren.

Leichter Zuwachs in 2011

Wenn Andreas Gehrke, zusammen mit seinem Bruder Ernst-August, Geschäftsführer des Schmiedegasthauses Gehrke in Riepen, über das Geschäftsjahr 2011 spricht, dann zieht er ein positives Fazit: „Wir haben einen leichten Zuwachs verzeichnet“, sagte er. Damit konnte er den bundesdeutschen Trend in seinem Haus bestätigen. Die ersten beiden Monate im Jahr 2012 seien hingegen „verhalten“ gewesen. „Die meisten Leute halten sich noch zurück und pausieren, da traditionell während der Weihnachtszeit gut gegessen wird“, sagte er. Da das Frühjahr aber vor der Tür steht, ist er sehr optimistisch. „Da geht es wieder richtig los mit Veranstaltungen und besonderen Essen. Das Frühlingserwachen ist jetzt schon spürbar“, erklärte Andreas Gehrke.

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