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Gegenwind für Windrad & Co.

Stadthagen / Wirtschaftsgespräche Gegenwind für Windrad & Co.

Die Frage nach einer unabhängigen und gleichermaßen umweltverträglichen Energieversorgung des Landkreises hat im Mittelpunkt der Stadthäger Wirtschaftsgespräche gestanden. Möglichkeiten stellte Referentin Kathrin Müller vom Institut dezentrale Energietechnologien in Kassel vor.

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Eduard Hunker (vorn) glaubt nicht daran, dass erneuerbare Energien hundertprozentige Versorgungssicherheit leisten können.

Quelle: rg

Stadthagen (jcp). Mithilfe von zum Beispiel Wind- und Bioenergie könnten sich Regionen wie Schaumburg nicht nur aus dem Einfluss der großen Energiekonzerne lösen, sondern auch Wertschöpfung betreiben und Arbeitsplätze schaffen.
Gegenwind bekam Müller mit Bezug auf eine zukünftige 100-Prozent-Versorgung durch erneuerbare Energien vor allem aus der Richtung von Eduard Hunker, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe. Der verwies auf zwei weitere Faktoren, mit denen die Umweltverträglichkeit unter einen Hut gebracht werden müsste und die seines Erachtens allzu oft übersehen würden: Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit.

Auch in Zukunft würden, so Hunker, bei Windstille oder Bewölkung klassische Kraftwerke einspringen müssen. Gleichzeitig solle aus Kundensicht der Strom bezahlbar bleiben. Eine stetig steigende Erneuerbare-Energien-Umlage müsste aber weitergegeben werden. „Und dann fragen Sie uns, warum schon wieder der Strompreis steigt“, sagte Hunker.

Geldfragen drängten sich auch an anderer Stelle in den Mittelpunkt. Als Koordinationsstelle zwischen Politik, Bürgern und Wirtschaft zum Beispiel böte sich durchaus die Einrichtung einer landkreiseigenen Klimaschutzagentur an, sagte Referentin Müller. Allerdings gab sie selbst zu bedenken: „Schön, wenn es so etwas gibt, aber das kostet natürlich Geld.“

Der Kostenpunkt könnte auch an anderer Stelle Löcher in das beinahe utopisch anmutende Modell „100-Prozent-Erneuerbare-Energien-Region“ schießen, das Müller bei den Wirtschaftsgesprächen vorstellte. Einer der Grundgedanken desselben: Bürger beteiligen sich an genossenschaftlich organisierten Energieanlagen. Sie wären also Mitbesitzer der Anlagen, die sie mit Energie versorgen, und würden obendrein an den Gewinnen beteiligt. Das könnte sich als weniger demokratisch herausstellen, als es im ersten Moment klingt. Nicht jedem dürfte der Einkauf zum Beispiel in ein Windrad finanziell ohne Weiteres möglich sein, wie Müller auf Nachfrage zugab.

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