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Großes Interesse an Pflegeberufen

Hameln / Pflegebörse Großes Interesse an Pflegeberufen

Rund 300 Besucher haben in der vergangenen Woche die Gelegenheit genutzt, sich bei der „Pflegebörse“ der Arbeitsagentur Hameln über Pflegeberufe zu informieren. Die Hauptinitiatorinnen der Messe, Helga Kappmeyer und Regine Hölscher, zeigten sich einer Pressenotiz zufolge mit dieser Nachfrage sehr zufrieden.

Hameln (aw). Ein gutes Dutzend Pflegedienstleister waren eingeladen worden, um Interessierten die fachliche Tagespraxis anschaulich vor Augen zu führen und zu informieren. Michael Wyroll vom Landkreis Hameln-Pyrmont vertrat in seinem Vortrag „Zukunft der Pflege – Neue Tendenzen in der Pflegelandschaft“ die Ansicht, der Bedarf an Fachkräften werde in der Region künftig ebenso wachsen wie die qualitativen Anforderungen. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind im gesamten Agenturbezirk allein im März insgesamt 230 freie Stellen aus allen Pflegebereichen gemeldet worden, das sind 10 Prozent aller gemeldeten Stellen. „Aber es ist ein schwieriges Feld“, gibt Christina Rasokat, Pressesprecherin der Agentur, zu Bedenken. Pflegeberufe stellten eine hohe körperliche und emotionale Belastung dar, außerdem sei dieser Bereich teilweise immer noch von Tabus geprägt.

Um die Berührungsängste abzubauen und den Alltag zu veranschaulichen, hatten die Organisatoren und Pflegedienste unter anderem einen Rollstuhlparcours eingerichtet und Gegenstände aus dem Arbeitsalltag mitgebracht, beispielsweise Krankenbetten mit Hebevorrichtung. Darüber hinaus konnten sich die Besucher auch anhand von Filmen und Bildern über die Berufe in diesem Bereich informieren.

Michaela Glauche, Leiterin des Instituts für Innovative Qualifikation in der Alltagsbegleitung (IQA) in Arolsen, stellte den Besuchern den Beruf des Alltagsbegleiters für demente Menschen vor. Alltagsbegleiter begeben sich gemeinsam mit den Patienten auf eine „Schatzsuche im Meer des Vergessens“, sucht also gezielt nach Erinnerungen, beispielsweise anhand von Fotos, um sie so wieder zu aktivieren.

Für die Zukunft hoffen die Organisatoren, dass das große Interesse an Pflegeberufen anhält, denn, so formuliert es Glauche, „Demenz braucht Kompetenz“.

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