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Gute Stimmung hält an

Landkreis / Landwirtschaft Gute Stimmung hält an

Die verhalten positive Stimmung der deutschen Landwirte hält weiter an. Das Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) lag im September 2013 bei 35,5 Punkten, nach 33,1 Punkten bei der vorangegangenen Erhebung im Juni.

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Milchviehbetreiber sehen derzeit Licht am Ende eines langen Tunnels, aber auch die übrigen Landwirte beurteilen die Lage positiv.

Quelle: dpa

Von Axel Wagner. Dieses Ergebnis spiegelt sich auch im Landkreis Schaumburg wider, wie Kreislandwirt Cord Lattwesen mitteilte. Der Tenor der Rückmeldungen, die er erhält: „Das Glas ist halb voll.“

 Maßgebend für den leichten Anstieg des Konjunkturbarometers seien insbesondere die Preisentwicklungen für Milch, Schweine, Ferkel, Futter- und Düngemittel gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des DBV. „Unsere Produkte werden wieder wertgeschätzt“, fügt Lattwesen hinzu und verweist auf die schlechte Situation vieler Landwirte in den vergangenen Jahren, als sie nur Niedrigstpreise für ihre Produkte erzielten. Auch jetzt belasten niedrige Erzeugerpreise für Getreide, Raps und Rinder nach DJV-Angaben die Betriebe.

 Von der wirtschaftlichen Situation profitieren im Moment vor allem Futterbau- und Veredlungsbetriebe. Im Ackerbau dagegen, der im Landkreis stark ausgeprägt ist, sieht die Tendenz nach DBV-Angaben etwas schlechter aus. Verantwortlich dafür ist unter anderem, dass die Getreidepreise deutlich schlechter bewertet werden als im Juni. Aber, so Lattwesen: „Grundsätzlich ist die Stimmung unter den Landwirten verhalten optimistisch.“ Besonders den Milchviehbetrieben gehe es nach Jahren endlich wieder besser. Ein wenig verloren haben dagegen die Schweinehalter.

Ein wenig verloren haben dagegen die Schweinehalter. Das bestätigt auch Dirk Hasse aus Heeßen, der selbst Ackerbau betreibt und außerdem den Dienstleister Agrar-Service Hasse betreibt. Der Getreidepreis, so Hasse, sei in den vergangenen beiden Jahren gestiegen – allerdings gingen auch die Betriebskosten nach oben, vor allem für Dieselkraftstoff. „Im Grunde hat alles um die Landwirtschaft herum mitgezogen“, beurteilt er die Preisentwicklung. „Unter dem Strich war der Deckungsbeitrag auch nicht besser.“ Seit der jüngsten Ernte sei die Situation in diesem Bereich kritisch, denn der Getreidepreis sei stark gefallen. Die Betriebskosten sinken zwar auch, allerdings nicht so schnell. „Wir können unsere Dienstleistungspreise diesem volatilen Markt nicht so schnell anpassen“, sagt Hasse. Das stellt die Bauern vor ein Problem, denn eigentlich müssen sie jetzt Dünger vorbestellen und diesen auch finanzieren. Manche warteten sowohl mit dem Getreideverkauf als auch mit der Investition in Düngemittel bis zum Frühjahr, so Hasse, doch es sei völlig unklar, ob sich der Getreidepreis bis dahin erholt und wie sich die Kosten entwickeln. Verantwortlich dafür sei vor allem der Börsenhandel mit Getreide, dieser führe zu starken Schwankungen.

 Investiert wird derzeit vor allem in Ställe und Stalltechnik. Der DBV gibt hier bundesweit 3,9 Milliarden Euro an, 0,4 Milliarden mehr als 2012. Zahlen für den Landkreis liegen hierzu nicht vor. 1,2 Milliarden Euro gaben Landwirtschaftsbetriebe für neue Maschinen aus, auch hier eine leichte Steigerung. Drastisch zurückgegangen sind dagegen die Investitionsplanungen für erneuerbare Energien: 0,7 Milliarden Euro sind in diesem Bereich veranschlagt, nur halb so viel wie noch vor zwölf Monaten.

 Sorgen machen den Betriebsleitern laut DBV vor allem Pacht- und Energiekosten, aber auch Dünge- und Futtermittelpreise, auch wenn bei Letztgenannten der Kostendruck nachgelassen hat.

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