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Landkreis / Blaubeerernte

Gutes Verhältnis von Angebot und Nachfrage


Seit einigen Wochen werden in Schaumburg und der Region Hannover Heidelbeeren geerntet. Bei den frühen Sorten wie „Duke“ ist die Ernte nach Angaben von Heike und Karl Walter Brüggenwirth aus Ohndorf bereits abgeschlossen, späte Sorten wie „Liberty“ stehen in den kommenden Wochen auf dem Plan. Die Ernte ist trotz des späteren Starts als in den vergangenen Jahren den Obstbauern zufolge qualitativ und quantitativ gut ausgefallen. Heiner Hussmann vom Bund Deutscher Heidelbeeranbauer ist einer Pressemitteilung des Landvolk-Pressedienstes (LPD) mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden. „Durch die Sonne der vergangenen Wochen und die warmen Nächte haben die Früchte viele Aromastoffe eingelagert, sind schön hell bereift und haben eine lange Haltbarkeit“, so Hussmann in der Mitteilung.

Karl Walter und Heike Brüggenwirth sind mit der Qualität der Blaubeeren zufrieden.

© bes

Landkreis (bes). Auch Heike und Karl Walter Brüggenwirth sind mit dem bisherigen Ernteverlauf zufrieden. „Die Hitze hat den Heidelbeeren gut getan, weil sie weniger Pilzbefall haben und auch nicht verwässert sind“, erklären die beiden Ohndorfer Obstbauern. Dort werden auf einem halben Hektar unter freiem Himmel und in einem Tunnel aus Plastikfolien die Beeren angebaut. „Wir wollen damit die Saison ausdehnen“, sagt Karl Walter Brüggenwirth. Diese Methode habe darüber hinaus den Vorteil, dass der Pflanzenschutz reduziert werden kann.

Im Vergleich zum Vorjahr sei der Ertrag der Sträucher zwar geringer, mit dem Ergebnis sei man jedoch sehr zufrieden. Dadurch stimme das Verhältnis von Menge und Preis, so die Ohndorfer Obstexperten.
Ähnliche Beobachtungen hat Friedrich Wassermann, Geschäftsführer des Obsthofs in Neustadt, gemacht. „Im vergangenen Jahr gab es eine ,Jahrtausendernte‘“, sagt Wassermann. „In diesem Jahr ist der Ertrag normal. Die Ware ist sehr gefragt, und die Nachfrage ist größer als das Angebot.“ Dies sei auch nötig, weil das Verhältnis von Preis und Nachfrage 2009 aufgrund der überdurchschnittlichen Erträge nicht gut gewesen sei. Dennoch versuchen einige Händler laut Wassermann, auch in diesem Jahr Preise wie 2009 auszuhandeln.

Auf der Plantage von Christoph Wedeking vom Obsthof Wedeking in Vornhagen werden bereits die ersten Früchte der späten Sorten blau. „Die Qualität ist bisher hervorragen“, sagt Wedeking. Die Beeren seien „zuckersüß“ aufgrund der enormen Sonneneinstrahlung. Allerdings habe der Winter „ein wenig von der Ernte abgezwackt“. Dennoch sei die Ernte gut. Insgesamt bewirtschaftet Wedeking 5,5 Hektar mit Heidelbeeren. Die Erträge reichen dabei von 2,5 Tonnen bei den jüngeren Pflanzen, die laut Wedeking rund die Hälfte des Bestandes ausmachen, bis zu fünf Tonnen bei den älteren Büschen. Der Vollertrag in Vornhagen wird nach Angaben Wedekings in acht Jahren erreicht, wenn die Pflanzen zwölf Jahre als sind.

Die Selbstpflücke auf der Heidelbeer-Plantage Wassermann bei Neustadt wird laut Wassermann bis Mitte September möglich sein. In Vornhagen können Blaubeer-Liebhaber voraussichtlich bis zum 21. August die Früchte ernten. Beim Obsthof Brüggenwirth werden ebenfalls bis Mitte September frische Heidelbeeren zu bekommen sein.

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  • Schlechte Gastronomie Angeeckelte Besucherin – 03.08.10
    Die Gastronomie der Plantate ist recht fragwürdig. Man bekommt zwar Kuchen in Hülle und Fülle, aber ich wollte etwas trinken. Auf der Karte stand ausgeschildert ein "Traubensaft mit einer Kugel Vanilleeis". Die Dame hinter dem Tresen verschwand daraufhin mit einer Flasche Mineralwasser im Küchenzelt. Als sie wieder hervorkam, hatte sie ein Glas mit einer undefinierbaren Flüssigkeit dabei. Diese bezahlte ich auch brav. Den ersten Schluck habe ich jedoch sofort wieder ausgespuckt. Es handelte sich um Mineralwasser, gemischt mit einer ordentlichen Portion Himbeersirup und einer Kugel Vanilleeis. Es war einfach nur süß und wässrig und hatte NICHTS mit Traubensaft zu tun! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • industrielle Landwirtschaft genervte Anwohner – 28.07.10
    die "zuckersüßen Früchte" bezahlen die Anwohner in Ohndorf mit einer riesigen Blech-Lagerhalle, die nicht nur die Aussicht verschandelt, sondern zukünftig auch den LKW-Verkehr im Dorf erhöhen wird.

    Was einst als beschaulicher Obsthof begann, entwickelte sich zur rücksichtsloser Großanlage.

    Die Umwelt-Kosten trägt die Allgemeinheit, der Profit geht an den Investor.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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