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Wirtschaft lokal Hof Wedeking auf neuer Internetplattform
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18:45 26.05.2015
Landrat Jörg Farr (von links), Christoph und Maria Wedeking, Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Landwirtschaftskammer-Chef Gerhard Schwetje stellen gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Karsten Becker die neue Internetseite für Direktvermarkter vor. Quelle: bes
Vornhagen

Initiiert hatte das Projekt mit der Adresse www.service-vom-hof.de die Landwirtschaftskammer. Der Hof der Wedekings war als einer der eingetragenen landwirtschaftlichen Betriebe für die Vorstellung ausgewählt worden.

 „Die Plattform sorgt für eine gelungene Verbindung von Authentizität und Neuen Medien“, lobte Meyer die Umsetzung. Das Ministerium hatte das Projekt mit insgesamt 40000 Euro zur Hälfte gefördert. Die Jade-Hochschule in Wilhelmshaven hatte die Entwicklung der Internetplattform wissenschaftlich begleitet.

 Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer, verwies darauf, dass regionale und direkt vermarktete Produkte in den vergangenen Jahren in der Beliebtheit stetig gestiegen seien. Parallel dazu habe die Zahl der Angebote kontinuierlich zugenommen. „Die Orientierung ist für die Kunden dadurch nicht einfacher geworden“, so Kammer-Präsident Schwetje. Mithilfe der neuen Internetplattform sollen die einzelnen Angebote vorgestellt und bekannter gemacht werden und die Interessierten eben auch Orientierung bekommen.

 Derzeit sind etwa 400 Angebote bei dem Portal gebündelt. So bekommen Nutzer Informationen, welche Scheunencafés in ihrer Nähe zu finden, auf welchen Bauernhöfen sie ihre Ferien verbringen können und welche Produkte bei welchem Hofladen erhältlich sind. Das Spektrum reicht dabei von Obst und Gemüse über Fleischprodukte bis hin zu Spezialitäten. Zudem haben die Verantwortlichen der Landwirtschaftskammer auch zahlreiche Rezepte zusammengestellt.

 „Mit dieser Internetseite wollen wir Wertschätzung zum Ausdruck bringen und die Wertschöpfung vor Ort steigern“, machte Landwirtschaftsminister Meyer deutlich. „Dabei geht es auch darum, dass angemessene und faire Preise gezahlt und Lebensmittel nicht verramscht werden“, umriss er ein weiteres Ziel. Zudem sei die Direktvermarktung umweltfreundlicher als der Transport von Lebensmitteln über weite Strecken.

 Meyer erhofft sich nach eigenen Angaben von der Plattform einen Schub für die Direktvermarkter. „Der Trend spricht für diese Anbieter. In den vergangenen Jahren ist der Markt gewachsen und es gibt noch großes Potenzial“, ist sich der Grünen-Politiker sicher.

 Da die Website derzeit nur für Tablets und Desktop-Computer optimiert ist, arbeitet die Landwirtschaftskammer nach Angaben der verantwortlichen Mitarbeiterin Sabine Hoppe an einer Version für Smartphones. Zudem soll der Bereich für die Straßenverkaufsstellen ausgebaut werden. „In den vergangenen Jahren hat das Geschäft stark zugenommen“, so Hoppe. Als weiteres Ziel nennt sie die Steigerung der Bekanntheit sowohl bei den Anbietern als auch bei den potenziellen Nutzern des Internet-Angebotes. bes